Spanien zieht ins WM-Finale ein und schlägt Frankreich im Halbfinale 2:0
Dallas, 14. Juli 2026
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Kurzfassung
Spanien hat das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Dallas mit 2:0 (1:0) gegen Frankreich gewonnen und steht damit erstmals seit 2010 wieder in einem WM-Endspiel. Die Tore für den Titelverteidiger der EM und Weltmeister von 2010 erzielten Mikel Oyarzabal per Elfmeter und Pedro Porro nach einer Kombination mit Dani Olmo.
Spanien hat am 14. Juli 2026 in Dallas das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Frankreich mit 2:0 (1:0) gewonnen und damit erstmals seit dem Titelgewinn von 2010 wieder ein WM-Finale erreicht.
Vor 70.176 Zuschauern im MetLife-Stadion in Arlington/Dallas entschied die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente die Partie am französischen Nationalfeiertag klar für sich. Der Halbzeitstand von 1:0 entstand durch einen Foulelfmeter, den Mikel Oyarzabal in der 22. Minute sicher verwandelte. Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador hatte zuvor auf Strafstoß entschieden, nachdem Lucas Digne den spanischen Jungstar Lamine Yamal im Strafraum zu Fall gebracht hatte.
Frankreich, das ohne den verletzten William Saliba nach einer halben Stunde auskommen musste und ihn durch Maxence Lacroix ersetzte, kam nur zu einer nennenswerten Halbchance durch Bradley Barcola, dessen Schuss aus der Distanz in der 36. Minute über das Tor ging. Kurz vor der Pause rettete Unai Simón vor dem heraneilenden Kylian Mbappé. Dayot Upamecano klärte zudem in der 38. Minute einen Schuss von Fabián Ruiz kurz vor der Linie.
Spaniens Führung durch Elfmeter
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Pedro Porro in der 58. Minute auf 2:0, als er eine Kombination mit Dani Olmo über die rechte Strafraumseite abschloss. Es war bereits sein zweites Turniertor. Nur drei Minuten später jubelte Spanien erneut: Lamine Yamal traf in der 61. Minute, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits zurückgenommen.
Frankreich, das vor dem Halbfinale alle sechs vorherigen Turnierspiele gewonnen hatte, blieb insgesamt ohne eigenen Torerfolg. Superstar Kylian Mbappé, der im Turnier zuvor acht Tore erzielt hatte, blieb in diesem Spiel auffallend blass und vergab mehrere Chancen, darunter einen Schuss aus rund 20 Metern in der 67. Minute, der knapp am Tor vorbeistrich. In der Schlussphase klärte Unai Simón in der 81. Minute einen Ausflug von Désiré Doué, in der 82. Minute war der spanische Torhüter zudem bei einem langen Ball von Mike Maignan zur Stelle.
Frankreich bleibt ohne Tor
Damit endete für Frankreich auch der Versuch, als erste europäische Mannschaft nach Brasilien (1994–2002) in drei aufeinanderfolgende WM-Endspiele einzuziehen. Die Mannschaft von Didier Deschamps, die das Turnier 2018 und die EM 2020 gewonnen hatte, kassierte im sechsten Pflichtspiel in der K.-o.-Phase erstmals einen Gegentreffer und schied am eigenen Nationalfeiertag, dem 14. Juli, aus.
Für Spanien ist es das erste WM-Finale seit dem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen die Niederlande im Endspiel von 2010 in Südafrika. Die Iberer, die gleichzeitig amtierender Europameister sind, spielen am Sonntag um 21:00 Uhr in New York gegen den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Argentinien und England, das am Mittwoch (21:00 Uhr in Atlanta) ausgetragen wird.
Erstes WM-Finale seit 2010
Mikel Oyarzabal baute mit seinem fünften Turniertor seine starke Ausbeute weiter aus. Bereits in der Gruppenphase und in der K.-o.-Runde hatte der Stürmer mehrfach getroffen, unter anderem beim 3:0 gegen Österreich im Achtelfinale, dem ersten K.-o.-Sieg einer Weltmeisterschaft seit dem Titelgewinn 2010. Spanien hatte in diesem Turnier vor dem Halbfinale lediglich ein Gegentor kassiert – beim 2:1 nach Verlängerung im Viertelfinale gegen Belgien – und seine Abwehr mit Torhüter Unai Simón stabil gehalten.
Pedros Treffer in der 58. Minute war bereits das zweite Tor des Außenverteidigers von Tottenham Hotspur bei dieser Weltmeisterschaft. Nach dem Spiel sagte Porro: „Das ist ein Traum, der Wirklichkeit wird. Ich hätte das niemals für möglich gehalten. Wir haben ein großes Spiel gemacht“.
Trainer Luis de la Fuente, der Spanien 2024 zum EM-Titel geführt hatte und dessen Vertrag bis zur EM 2028 läuft, sprach bereits vor der Partie von einem „Finale vor dem Finale“. Nach dem Sieg sagte er: „Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen – oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren.“ Außerdem ergänzte er: „Wir müssen wir selbst bleiben … Wir müssen stark bleiben und die Stärken unseres Gegners kontern.“ Sein Gegenüber Didier Deschamps, der mit dieser Partie seinen 26. WM-Einsatz als Trainer absolvierte und damit alleiniger Rekordhalter ist, hatte vor dem Spiel erklärt: „Ich will mein Gegenüber nicht unter Druck setzen, aber die Erwartungen an Spanien sind hoch“ sowie „Ich verändere unsere Taktik sicherlich nicht wegen eines Gegners.“ Im Halbzeitinterview forderte er: „Wir müssen einfach mehr tun“.
Stimmen zum Spiel
Der 19-jährige Lamine Yamal vom FC Barcelona, dessen Marktwert auf 200 Millionen Euro beziffert wird und der am Vortag seinen Geburtstag gefeiert hatte, blieb im Halbfinale trotz des herausgeholten Elfmeters und des später wegen Abseits aberkannten Tores ohne eigenen Treffer. Er hatte im Turnier zuvor in sechs Spielen ein Tor erzielt. „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht“, sagte Yamal. „Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie.“
Frankreich wird am Samstag um 23:00 Uhr im Spiel um Platz drei antreten. Es ist zugleich voraussichtlich das letzte Spiel von Didier Deschamps als Nationaltrainer nach 14 Jahren im Amt. Als Nachfolger wird Zinédine Zidane erwartet. Unter den Zuschauern im Stadion von Arlington befanden sich unter anderem Usain Bolt sowie David und Victoria Beckham. Berichtet wurde aus den Stadien unter anderem von den ZDF-Korrespondentinnen Anne Arend und Isabel de la Vega.
Ausblick auf das Finale
Spanien trifft nun am Sonntag in New York auf den Sieger der zweiten Halbfinalbegegnung zwischen Argentinien und England. Sollte Spanien das Endspiel gewinnen, wäre Lamine Yamal im Alter von 19 Jahren und sechs Tagen der jüngste Weltmeister einer europäischen Mannschaft seit Langem. Messi bleibt derweil mindestens für die kommenden vier Jahre die unangefochtene Nummer eins der ewigen WM-Torschützenliste.
Die Begegnung Spanien gegen Frankreich war live im ORF und ORF1 zu sehen, das Spiel um Platz drei wird am Samstagabend übertragen. In Deutschland berichtete das ZDF mit Korrespondentinnen aus beiden Lagern. Auch SRF zwei und die SRF-Sport-App übertrugen die Partie.
Fragen & Antworten
Wer hat die Tore im Halbfinale Spanien gegen Frankreich geschossen?
Die Tore für Spanien erzielten Mikel Oyarzabal per Elfmeter in der 22. Minute und Pedro Porro in der 58. Minute nach einer Kombination mit Dani Olmo.
Wann und wo fand das Halbfinale statt?
Das Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien fand am 14. Juli 2026 um 21:00 Uhr im MetLife-Stadion in Arlington/Dallas statt, vor 70.176 Zuschauern.
Gegen wen spielt Spanien im WM-Finale?
Spanien trifft im Finale am Sonntag um 21:00 Uhr in New York auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Argentinien und England, das am Mittwoch in Atlanta ausgetragen wird.
WM 2026 Halbfinale: Spanien schlägt Frankreich 2:0 | nachrichten360