Der geplante Börsengang von SpaceX wird Gründer Elon Musk eine nahezu uneingeschränkte Kontrolle über das Raumfahrtunternehmen verschaffen und gleichzeitig klassische Aktionärsrechte erheblich einschränken.
Ungewöhnliche Machtkonzentration
SpaceX hat Unternehmensrichtlinien eingeführt, die Schutzmechanismen für Aktionäre in beispielloser Weise aushöhlen. Musk wird durch sogenannte Super-Stimmrechtsaktien, die ihm und ausgewählten Vertrauten vorbehalten sind, eine dauerhafte Mehrheitskontrolle sichern. Jede Class-B-Aktie gewährt zehn Stimmen, während normale Anleger nur Class-A-Aktien mit einer Stimme pro Anteil erhalten.
Laut den Unternehmensregelungen kann nur Musk selbst sich als CEO entlassen. Zudem behält er nach dem Börsengang mehr als 50 Prozent der Stimmrechte, obwohl er nur 42,5 Prozent der Unternehmensanteile hält. "It closes the voting door, the courthouse door and the proposal door simultaneously. It's unprecedented in terms of creating a total lack of accountability," heißt es in einer kritischen Einschätzung.

