Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass fast die Hälfte der befragten Medizinstudierenden im ersten Semester Ärztinnen oder Ärzte in der Verwandtschaft hat und der Anteil Studierender aus nicht-akademischen Elternhäusern an den österreichischen Medizin-Unis seit Jahren unter der politischen Zielmarke von 50 Prozent liegt.
Im österreichischen Medizinstudium zeigt sich seit Jahren eine deutliche soziale Schieflage. Eine 2017 veröffentlichte Erhebung unter Erstsemestrigen an den drei öffentlichen Medizin-Universitäten ergab, dass insgesamt 45 Prozent der Befragten angaben, Ärztinnen oder Ärzte in ihrer Verwandtschaft zu haben. Bei 20 Prozent war der Vater Arzt, bei sechs Prozent die Mutter. In früheren Studien war der Anteil sogar noch etwas höher.
