Die kolumbianische Sängerin Shakira ist nach einem jahrelangen Rechtsstreit in Spanien vom Vorwurf des Steuerbetrugs freigesprochen worden und erhält mehr als 55 Millionen Euro zurück.

Urteil des Nationalen Staatsgerichtshofs

Der Nationale Staatsgerichtshof in Madrid hob ein früheres Urteil gegen die 49-Jährige auf und entschied, dass die Finanzverwaltung nicht zweifelsfrei nachweisen konnte, dass Shakira im Jahr 2011 ihren steuerlichen Wohnsitz in Spanien hatte. Maßgeblich sei insbesondere gewesen, dass die erforderliche Aufenthaltsdauer von mehr als 183 Tagen nicht belegt werden konnte, teilte das Gericht mit.

Laut spanischem Steuerrecht gilt eine Person nur dann als steuerpflichtig, wenn sie sich mindestens 183 Tage im Jahr im Land aufhält. Die Behörden konnten jedoch nur nachweisen, dass Shakira 2011 insgesamt 163 Tage in Spanien verbracht hatte.