Die Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec (ÖVP), und Birgit Gerstorfer (SPÖ), Vorsitzende des Pensionistenverbands, haben scharf gegen die geplanten Sparmaßnahmen zu Lasten von Pensionisten protestiert.

Budgetbelastung für Pensionisten

Korosec verwies in einer Aussendung auf Berechnungen des Budgetdienstes des Parlaments, wonach Pensionistinnen und Pensionisten durch verschiedene Maßnahmen wie die neue Teilpension, Änderungen der Korridorpension, erhöhte Krankenversicherungsbeiträge und die gedeckelte Pensionsanpassung insgesamt rund 8,4 Milliarden Euro zur Budgetsanierung beisteuern müssen. "Sie dürften nicht zum 'Bankomat der Nation' bzw. zum 'Spielball für Budget-Poker' gemacht werden", erklärten Korosec und Gerstorfer unabhängig voneinander.

Die Seniorenvertreterinnen kritisierten insbesondere die geplante Einsparung von bis zu 4,5 Milliarden Euro bei den Pensionen, während gleichzeitig die Lohnnebenkosten für Unternehmen gesenkt werden sollen. Korosec forderte erneut eine "volle Pensionsanpassung für alle" und betonte, dass die aktuellen Pläne die Lebensgrundlagen vieler älterer Menschen gefährden würden.

Politische Reaktionen und Klientelpolitik-Vorwurf

Birgit Gerstorfer von der SPÖ übte scharfe Kritik an der geplanten Budgetpolitik: "Wer so agiert, betreibt knallharte Klientelpolitik auf Kosten jener, die dieses Land aufgebaut haben." Sie warf der Regierung vor, die Interessen der Wirtschaft über die der Pensionisten zu stellen.