Washington, 13 August 2026

Die US-Senatoren Ruben Gallego und Richard Blumenthal haben Aufklärung über die Lage der Besatzung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln während des Einsatzes gegen den Iran gefordert, wie die Navy Times berichtet.

Die Anfrage richtet sich an die US-Streitkräfte und betrifft Berichte über die moralische und psychische Verfassung der Soldatinnen und Soldaten an Bord des Schiffes im Pazifik. Die Senatoren wollen wissen, wie die Führung der Navy mit möglichen Belastungen der Besatzung umgeht.

Die USS Abraham Lincoln war im Zuge der Spannungen mit dem Iran in den Einsatzraum im Pazifik verlegt worden, unter anderem mit Stationierungen nahe Guam und im Seegebiet vor Oman. Medienberichte hatten zuvor auf mögliche Belastungen der Besatzung durch lange Seeeinsätze hingewiesen.

Bei einer Bürgerversammlung in San Diego äußerten sich Teilnehmende zu den Arbeitsbedingungen und zur Stimmung an Bord des Schiffes. Die Organisatoren der Veranstaltung gingen auf einzelne Aussagen nicht direkt ein, betonten aber, dass der Besatzung Psychologen, Militärgeistliche und Ärzte zur Verfügung stünden.

Hintergrund: Einsatz im Pazifik

Die Senatoren Gallego und Blumenthal haben in ihren Schreiben konkrete Fragen zur psychologischen Betreuung, zur Kommunikation zwischen Besatzung und Kommando sowie zur Unterstützung der Familienangehörigen aufgeworfen. Sie verwiesen auf die Verantwortung der Navy gegenüber den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz.

Die Navy Times hatte zuvor über Beschwerden aus dem Umfeld der Besatzung berichtet. Demnach soll es Hinweise auf Erschöpfung und eine angespannte Stimmung an Bord gegeben haben, insbesondere während längerer Phasen erhöhter Einsatzbereitschaft.

Die US-Streitkräfte haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Ein Sprecher der Navy verwies auf laufende interne Verfahren und auf die etablierten Programme zur seelischen Gesundheitsversorgung innerhalb der Flotte.

Forderungen der Senatoren

Beobachter in Washington sehen in der Anfrage der Senatoren auch ein politisches Signal. Der Kongress pocht seit Jahren auf eine bessere Nachsorge für Soldatinnen und Soldaten nach belastenden Auslandseinsätzen.

Unabhängige Veteranenverbände fordern parallel eine Überprüfung der Einsatzbedingungen auf US-Kriegsschiffen. Sie verweisen auf Studien, die eine erhöhte Belastung bei langen Seeeinsätzen ohne Heimathafen feststellen.

Die Diskussion fällt in eine Phase, in der die USA ihre Militärpräsenz im Pazifik verstärkt haben. Neben der USS Abraham Lincoln sind weitere Einheiten der Pazifikflotte in der Region rund um Guam und vor Oman im Einsatz.

Reaktionen aus Washington

Sollte die Navy die Anfragen beantworten, könnte dies Auswirkungen auf die künftige Personalplanung und auf die psychologische Betreuung der Besatzungen haben. Die Senatoren haben eine schriftliche Antwort innerhalb der kommenden Wochen verlangt.

Die Navy Times wird die Entwicklung weiter begleiten und über mögliche Stellungnahmen der US-Streitkräfte sowie über Reaktionen aus dem Kongress berichten.