Beim Brand in einem im Umbau befindlichen Gebäude in der Brüsseler Innenstadt sind sechs Menschen ums Leben gekommen; die Leichen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem Aufzug gefunden.

Brand im Oxy-Gebäude: sechs Tote in einem Aufzug

In der Brüsseler Innenstadt hat ein Feuer in einem umfangreich umgebauten Gebäude mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Eine Sprecherin des Bürgermeisters Philippe Close erklärte am frühen Abend nach Löschen des Brandes: „Wir haben sechs leblose Körper gefunden." Die Staatsanwaltschaft teilte mit, zunächst seien fünf Opfer entdeckt worden, eine sechste Person sei anschließend ebenfalls lokalisiert worden.

Bei dem Gebäude handelt es sich um das sogenannte Oxy-Gebäude in einer Fußgängerzone im Zentrum der belgischen Hauptstadt. Es wird derzeit umfassend renoviert und soll nach früheren Angaben bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Früher diente es als Sitz der Verwaltung der belgischen Hauptstadt; jetzt soll es in ein multifunktionales Gebäude mit Büros, Restaurants, Hotelzimmern und Wohnungen umgewandelt werden. Hinter dem Projekt stehen die Firmen Whitewood und Immobel.

Ermittler schließen weitere Opfer nicht aus

Zum Zeitpunkt des Feuers waren nach Angaben der Behörden rund 250 Bauarbeiter auf der Baustelle tätig. Der zuständige Staatsanwalt erklärte, „mindestens sechs Menschen sind gestorben, wie der zuständige Staatsanwalt mitteilt." Alle Toten seien im selben abgestürzten Aufzug gewesen, sagte eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft schloss nicht aus, dass noch weitere Tote gefunden werden. „Nicht auszuschliessen, dass hier noch weitere Tote gefunden werden", sagte der Staatsanwalt. Die Feuerwehr rückte aus, löschte das Feuer – und machte im Anschluss einen Kontrollrundgang durch die riesige Baustelle.