Mehrere Tote bei Brand im Brüsseler OXY-Gebäude – sechs Menschen gelten als vermisst
Brüssel, 14. Juli 2026
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Kurzfassung
Beim Brand im umgebauten OXY-Gebäude in der Brüsseler Innenstadt sind am Dienstag mehrere Menschen leblos in einem Aufzug gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft schließt weitere Opfer in einem zweiten, zunächst unzugänglichen Aufzug nicht aus, sechs Personen gelten als vermisst.
Beim Brand in dem derzeit umgebauten OXY-Gebäude in der Brüsseler Innenstadt sind am Dienstag mehrere Menschen tot in einem Aufzug aufgefunden worden, sechs weitere gelten als vermisst.
Was bisher bekannt ist
„Bei einem Brand in der Brüsseler Innenstadt sind nach übereinstimmenden Medienberichten mehrere Tote gefunden worden“, hieß es am Nachmittag. Die Staatsanwaltschaft bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, „in einem Aufzug des sich im Umbau befindlichen OXY-Gebäudes wurden mehrere leblose Menschen entdeckt“. Über die genaue Zahl der Opfer und ihre Identität war zunächst nichts bekannt.
Das OXY-Gebäude liegt den Angaben zufolge in einer Fußgängerzone mitten im Zentrum der belgischen Hauptstadt. Es werde derzeit umgebaut und solle „in ein multifunktionales Gebäude mit Büros, Restaurants, Hotelzimmern und Wohnungen umgewandelt werden“, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA, auf die sich der dpa-Bericht stützt. Früher diente es als ein Sitz der Verwaltung der belgischen Hauptstadt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren „rund 250 Arbeiter“ auf der Baustelle am Unglücksort. Der Brand sei „einem Feuerwehrsprecher zufolge in der Früh ausgebrochen“, heißt es in der Meldung weiter. Die Einsatzkräfte seien „zu einem kleinen Feuer im zweiten Stock des Gebäudes ausgerückt, sagte er“ – die Lage habe sich dann aber offenbar deutlich zugespitzt.
Zweiter Aufzug zunächst nicht zugänglich
Die Toten seien „nach der Löschung des Brandes gefunden“ worden, sagte der Staatsanwalt. Darüber hinaus „konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich darin weitere Tote befinden“ – gemeint ist ein weiterer Aufzug im selben Gebäude, „zu dem es zunächst keinen Zugang“ gab. Sechs Menschen galten den Berichten zufolge als vermisst, „weitere Personen werden vermisst“.
Beim Einsatz selbst wurde nach Angaben einer Feuerwehrsprecherin „ein Feuerwehrmann […] bei den Löscharbeiten“ von einem Hitzschlag getroffen. Außerdem hätten „zwei Arbeiter […] Verbrennungen erlitten und wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht“. Die Helfer waren damit auch unter erheblicher eigener Belastung im Einsatz.
Stadtregierung reagiert
Brüssels Bürgermeister Philippe Close sprach am Ort des Geschehens von einem „Drama, das tief berühre“. „Er versprach Unterstützung für alle Betroffenen und dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz“, berichtete die dpa. Damit wuchs am Dienstagnachmittag der Druck auf eine rasche Aufklärung, wie es in einem Aufzug eines belebten Innenstadtgebäudes zu einer solchen Tragödie kommen konnte.
In dem Komplex, der sich in einer belebten Fußgängerzone mitten in der Brüsseler Innenstadt befindet, liefen zum Zeitpunkt des Brandes den Angaben zufolge umfangreiche Umbauarbeiten. Unter anderem „sollten Aufzüge eingebaut werden“ – ausgerechnet jene Aufzüge, in denen später die leblosen Menschen entdeckt wurden. Die Staatsanwaltschaft und die Feuerwehr äußerten sich zunächst nicht zum konkreten Ablauf.
Hinweise zur Brandursache
Die Meldung wurde am Dienstag um 15:18 Uhr über den dpa-Newskanal verbreitet; als ursprüngliche Quelle wird die österreichische Nachrichtenagentur APA genannt, datiert auf den 14.7.2026. „Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal“, hieß es in der Verteilung. Über mögliche Brandursachen, Bauauflagen oder die genaue Zahl der Vermissten lagen zunächst keine offiziellen Angaben vor.
Unklar blieb am Dienstag auch, ob die leblosen Personen zu den rund 250 Arbeitern auf der Baustelle gehörten oder zu anderen Personen, die sich in dem Gebäude aufhielten. Wegen der laufenden Umbauarbeiten war nach früheren Angaben ein Teil des Gebäudes Baustellenbereich. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung konnte die Staatsanwaltschaft weder eine definitive Opferzahl nennen noch Angaben zur Identität der Toten machen.
Die Rettungskräfte waren über Stunden im Einsatz, der Brandschwerpunkt lag laut den ersten Erkenntnissen im zweiten Stock des Gebäudes. Bilder von der Fußgängerzone zeigten am Nachmittag abgesperrte Bereiche und zahlreiche Einsatzfahrzeuge. Anwohnerinnen und Anwohner berichteten von einer starken Rauchentwicklung am Morgen.
Betreuung für Angehörige und Verletzte
Die Hintergründe des Feuers müssen nach Angaben der Ermittler noch geklärt werden. Da das OXY-Gebäude gerade umfangreich umgebaut wird und sich rund 250 Arbeiter dort aufhielten, dürften auch Fragen zu Arbeitssicherheit, Fluchtwegen und zur Funktion der Aufzüge im Zentrum der späteren Untersuchung stehen. Auch die Rolle des kleinen Brandherds im zweiten Stock als möglicher Ausgangspunkt werde zu prüfen sein, hieß es aus Ermittlerkreisen.
Die Brüsseler Stadtverwaltung kündigte über Bürgermeister Close Hilfen für die Betroffenen an. Details – etwa zu einem Bürgertelefon, zu psychosozialer Unterstützung oder zu Hilfsangeboten für Angehörige – wurden zunächst nicht öffentlich gemacht. Behörden und Kliniken seien jedoch darauf vorbereitet, Verletzte und Angehörige zu betreuen, teilte die Stadt mit.
Die Tragödie löste am Dienstagnachmittag in Belgien eine breite Anteilnahme aus. Auch nationale Stellen und andere Städte bekundeten ihr Mitgefühl. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich Fotos und Videos vom abgesperrten Innenstadtbereich rasch; viele Nutzerinnen und Nutzer fragten nach konkreten Möglichkeiten zu helfen oder zu spenden.
Suche nach den Vermissten
In dem betroffenen Aufzug war nach Stand der Ermittlungen offenbar ein Arbeitsschritt mit erhöhter Brand- oder Hitzebelastung im Gange. Diesen Rückschluss legten Berichte über Schweißarbeiten und ähnliche Tätigkeiten im Zuge des Aufzug-Einbaus nahe, ohne dass die Behörden dies am Dienstag bestätigten. Eine offizielle Erklärung zur Brandursache stand aus.
Mit dem Fortschritt der Löscharbeiten stieg die Zahl der bestätigten Toten weiter an. Die Staatsanwaltschaft verwies zugleich auf einen zweiten Aufzug im Gebäude, der weiter versperrt war. Es sollte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass dort weitere Opfer gefunden werden. Erst nach vollständiger Öffnung dieses Fahrstuhls sei eine endgültige Bilanz möglich.
Am späten Dienstagnachmittag wurde die Nachrichtenlage durch eine überregionale Berichterstattung verdichtet. Mehrere belgische Medien griffen die dpa-Meldung auf und ergänzten sie um eigene Sichtungen vor Ort. Die Stadt kündigte für den Abend ein weiteres offizielles Statement an, sobald gesicherte Informationen aus der Staatsanwaltschaft vorlägen.
Auch die Suche nach den sechs zunächst als vermisst geltenden Personen wurde nach Angaben der Behörden fortgesetzt. Dabei handelt es sich mutmaßlich um Arbeiter der Baustelle, deren Aufenthalt am Dienstag nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Angehörige, die sich seit den Morgenstunden sorgten, wurden gebeten, sich an die offiziellen Kontaktstellen zu wenden.
Bis Redaktionsschluss am Dienstagabend blieb die Zahl der Toten weiterhin unklar. Die Behörden stellten jedoch klar, dass die bislang in dem ersten Aufzug gefundenen leblosen Menschen bereits gezählt würden und dass alle Hebel in Bewegung gesetzt würden, um den zweiten Aufzug zugänglich zu machen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an.
Fragen & Antworten
In welchem Gebäude in Brüssel wurden die Toten gefunden?
Die Toten wurden laut Staatsanwaltschaft in einem Aufzug des sich im Umbau befindlichen OXY-Gebäudes in der Brüsseler Innenstadt entdeckt, einer Fußgängerzone mitten in der belgischen Hauptstadt. Früher diente das Gebäude als Sitz der Verwaltung der Stadt und soll künftig Büros, Restaurants, Hotelzimmer und Wohnungen enthalten.
Wie viele Menschen kamen nach derzeitigem Stand ums Leben?
Nach übereinstimmenden Medienberichten vom 14. Juli 2026 wurden in dem betroffenen Aufzug mehrere leblose Menschen gefunden, eine genaue Zahl nannten die Behörden zunächst nicht. Sechs weitere Personen galten als vermisst, zudem wurde ein weiterer Aufzug im Gebäude geprüft.
Was geschah am Dienstag in dem Gebäude?
In dem OXY-Gebäude in Brüssel brach am frühen Dienstag ein Brand aus, der nach Angaben eines Feuerwehrsprechers im zweiten Stock lokalisiert wurde. Rund 250 Arbeiter waren laut Staatsanwaltschaft vor Ort, ein Feuerwehrmann erlitt einen Hitzschlag und zwei Arbeiter Verbrennungen. Bürgermeister Philippe Close sprach von einem „Drama, das tief berühre“.
Brand Brüssel OXY-Gebäude: mehrere Tote, sechs vermisst | nachrichten360