Am 14. Juni 2026 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» der SVP, über das Wehrpflichtgesetz sowie über zahlreiche kantonale und städtische Vorlagen ab.

Die mit Spannung erwartete Abstimmung findet in einem politisch aufgeladenen Umfeld statt. Die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 unter zehn Millionen bleibt. Wird sie heute angenommen, führt die Schweiz als erstes Land der Welt einen Bevölkerungsdeckel ein. Für eine Annahme sind sowohl ein Volksmehr als auch ein Ständemehr erforderlich.

Worum geht es bei der Initiative?

Derzeit hat die Schweiz etwa 9,1 Millionen Einwohner, womit das Land im Vergleich zu vor zwanzig Jahren rund ein Viertel mehr Menschen zählt. Die Initianten um den Zürcher SVP-Parlamentarier und Bankier Thomas Matter argumentieren, jährlich kämen rund 100'000 Menschen in die Schweiz, aus der EU, aus Drittstaaten und als Asylsuchende. Die SVP spricht von einer Bevölkerungsexplosion, die das Land überfordere, und führt Staus, überfüllten öffentlichen Verkehr, Wohnungsbau, hohe Mieten und Kriminalität als Probleme an.