Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben gemeinsam mit US-Ermittlern die Infrastruktur des Phishing-Dienstes Kratos zerschlagen, dabei mehr als 200 Server abgeschaltet und den mutmaßlichen Entwickler in Indonesien festnehmen lassen.
So funktionierte das Geschäftsmodell
Kratos war ein digitaler Baukasten, mit dem Kriminelle täuschend echt aussehende Microsoft-Anmeldeseiten erstellen und betreiben konnten. Über diese gefälschten Webseiten stahlen die Täter Zugangsdaten wie Passwörter und E-Mail-Adressen, mit denen sie anschließend weitere Straftaten begingen. Wie das BKA und die Zentralstelle für Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilten, richtete sich der Dienst an Kriminelle, die selbst keine technischen Vorkenntnisse mitbringen mussten.
