Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) hat mit 1. Juni 2026 den Selbstbehalt für Arztbesuche und Behandlungen von 10 auf 20 Prozent verdoppelt, was parteiübergreifend heftige Kritik auslöste.
Die Änderung wurde von der Hauptversammlung der BVAEB am 19. Mai 2026 beschlossen und zwei Tage später von Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) per Bescheid genehmigt. Veröffentlicht wurde sie im Rechtsinformationssystem des Bundes sowie auf der BVAEB-Website – allerdings ohne aktive Kommunikation und nur wenig prominent am vorangegangenen Freitag.
Das sind die neuen Kosten für Versicherte
Die BVAEB begründet den Schritt mit der angespannten Budgetsituation. „Da wir eine alternde Gesellschaft sind, erhöht das zwangsläufig die Ausgaben. Der zum Glück sehr große medizinische Fortschritt kostet Geld. Bessere medizinische Leistungen und neue Medikamente haben ihren Preis“, hieß es von der Versicherungsanstalt. Ziel sei es, das Leistungsniveau der BVAEB auch in Zukunft sicherstellen zu können.
