Im nordspanischen Pamplona hat am Montag um Punkt 12.00 Uhr das jahrhundertealte San-Fermín-Festival mit seiner umstrittenen Stierhatz begonnen, während Tierschützer am Vortag auf dem Rathausplatz gegen das Spektakel protestiert hatten.
Ablauf der Stierhatz
Den Auftakt bildete wie in jedem Jahr eine kleine Rakete, die um 12.00 Uhr mittags in den Himmel über Pamplona zischte und damit den Beginn der ersten Stierhatz markierte. Bei dem Spektakel treiben an acht Tagen jeden Morgen tausende Läufer mehrere Kampfstiere durch abgesperrte enge Gassen der Altstadt bis zur Stierkampfarena. Die ausländischen Besucher kommen vor allem aus Europa sowie aus den USA, Australien und Asien.
Die Stierhatz wird im spanischen Fernsehen von mehreren Sendern live übertragen. Noch am Abend desselben Tages erwartet die Bullen in der Arena der Tod: Nach der strengen Choreographie der „Corridas" rammen zunächst die sogenannten Picadores auf gepanzerten Pferden eine Lanze in den Nacken der Tiere, um sie zu schwächen. Danach stecken die Banderillos zu Fuß den rund 600 Kilogramm schweren Stieren mit Widerhaken versehene, bunte Holzstäbe in den Nacken, um ihre Angriffslust zu steigern. Am Ende macht der Matador als Hauptdarsteller dem Bullen mit einem gezielten Degenstich ins Herz den Garaus.
