Samsung stellt drei neue Foldables vor: Galaxy Z Fold 8, Fold 8 Ultra und Z Flip 8
London, 22. Juli 2026
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Kurzfassung
Samsung hat auf seinem Sommer-Unpacked in London drei neue faltbare Smartphones vorgestellt: das Galaxy Z Fold 8 mit neuem, breiteren Format, das Fold 8 Ultra als direkter Nachfolger des Fold 7 sowie das Klappmodell Z Flip 8. Die Preise liegen zwischen 1.299 Euro für das Flip 8 und 2.799 Euro für das Fold 8 Ultra mit 1 TB Speicher.
Samsung hat am Mittwoch in London auf seinem zweiten Galaxy-Unpacked-Event des Jahres 2026 drei neue faltbare Smartphones präsentiert: das Galaxy Z Fold 8, das Galaxy Z Fold 8 Ultra und das Galaxy Z Flip 8.
Mit dem Galaxy Z Fold 8, dem Galaxy Z Fold 8 Ultra und dem Galaxy Z Flip 8 stellt Samsung erstmals drei neue Foldables auf einmal vor. Gezeigt wurden die Geräte beim traditionellen Sommer-Unpacked, das in London stattfand. Sieben Jahre nach Samsungs erstem faltbaren Smartphone markiert die neue Generation einen deutlich veränderten Formfaktor und den erstmaligen Einsatz von Siliziumakkus in dieser Produktlinie.
Neues Format: breiter und kürzer als übliche Smartphones
Das Galaxy Z Fold 8 bricht mit dem bislang schmalen Außendisplay früherer Fold-Modelle. Das äußere Display kommt nur auf 5,5 Zoll und ist dabei für ein Smartphone ungewohnt breit, das Seitenverhältnis beträgt 16:10. „Das äußere Display kommt hingegen nur auf 5,5 Zoll und ist dabei eben für ein Smartphone ungewohnt breit, das Seitenverhältnis beträgt 16:10", heißt es in der Beschreibung. Der innere Bildschirm misst 7,6 Zoll mit einer Auflösung von 2.448 × 1.848 Pixeln im 4:3-Format.
Im zusammengeklappten Zustand erinnert das Fold 8 mit Maßen von 123,9 × 81,9 × 9,7 mm eher an einen Reisepass als an ein herkömmliches Smartphone. Aufgeklappt misst es 123,9 × 161,4 × 4,5 mm und ist damit nur 4,5 mm dünn. Mit 201 Gramm ist es das bislang leichteste Foldable Samsungs und leichter als etwa Oppos Find N mit über 270 Gramm oder Googles Pixel Fold mit über 280 Gramm.
Samsung folgt mit dem neuen Format einem Konzept, das bereits Oppo mit dem Find N und Google beim ersten Pixel Fold verfolgt hatten. „So hatte etwa Google beim ersten Pixel Fold schon ein ähnliches Konzept verfolgt, nur um sich dann mit dem Nachfolger der Masse anzupassen", schreibt die Quelle. Auch Microsofts Surface Duo könnte als früher Vorreiter dieses Breitformats gelten, auch wenn das genau genommen kein Foldable im aktuellen Verständnis war. Dem Vernehmen nach wird Apple genau so ein Seitenverhältnis für sein erstes faltbares iPhone verwenden.
Fold 8 Ultra: evolutionäre Weiterentwicklung des Vorgängers
Das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist im Kern eine evolutionäre Weiterentwicklung. „Dabei handelt es sich nämlich um den direkten Nachfolger des Galaxy Z Fold 7 und damit nur um eine evolutionäre Weiterentwicklung des Vorjahresmodells", heißt es. Das Ultra nutzt wie das Fold 8 Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 für Galaxy, verfügt aber über ein größeres 8-Zoll-Innendisplay im 10:9-Format, eine 200-Megapixel-Hauptkamera und einen zusätzlichen 3-fachen optischen Telezoom. Im gefalteten Zustand wirkt es mit seinem 21:9-Außendisplay wie ein herkömmliches Smartphone.
Bei den Kameras unterscheiden sich die beiden Fold-Modelle deutlich. Das Fold 8 verfügt über zwei 50-Megapixel-Rückkameras: eine Weitwinkelkamera mit optischer Bildstabilisierung und f/1.8-Blende sowie eine Ultraweitwinkelkamera mit f/1.9-Blende. Eine Telekamera gibt es hingegen nicht. Die Ultra-Variante bietet mit dem 200-Megapixel-Sensor und der zusätzlichen Telekamera das vielseitigere Kamerasystem. Beide Modelle haben 10-Megapixel-Selfie-Kameras mit f/2.2-Blende auf Innen- und Außendisplay.
Flex Titanium und helleres Display
Bei der Display-Technologie setzt Samsung auf eine überarbeitete Variante der „Flex Titanium"-Technologie. „So kommen dabei eine dünne Schicht aus einer Titanlegierung und eine Titanplatte statt des bisher für diese Aufgaben genutzten Polymers zum Einsatz", erläutert der Hersteller. Das Bildschirmmodul wird dadurch laut Samsung um zehn Prozent dünner. „Ein weiterer Vorteil der Flex Titanium Technologie: Sie macht das Bildschirmmodul um zehn Prozent dünner", so das Unternehmen. Zudem reflektieren die Innendisplays der neuen Generation deutlich weniger als zuvor. Beide Modelle erreichen eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 cd/m² und sind nach IP48 gegen Staub und Wasser geschützt.
Siliziumakku mit moderater Ladeleistung
Eine Neuerung ist der erstmalige Einsatz von Siliziumakkus in der Fold-Generation. „Samsung setzt bei der neuen Foldables-Technologie erstmals auf Siliziumakkus", bestätigt der Konzern. Das Fold 8 verfügt über 4.800 mAh, das Ultra über 5.000 mAh. Dieser fällt mit 4.800 mAh größer aus, als eigentlich zu erwarten wäre. Geladen wird mit bis zu 45 Watt per Kabel, womit 65 Prozent Ladung in 30 Minuten erreicht werden können. „Das Laden geht mit bis zu 45 Watt via Kabel, und damit können 65 Prozent Ladung in 30 Minuten erreicht werden." Drahtlos sind noch immer 20 Watt möglich.
Samsung begründet die im Vergleich zu Konkurrenzprodukten mit Silizium-Kohlenstoff-Akkus teils langsamere Ladeleistung mit Langlebigkeit. Konkurrenzmodelle unterstützen teils bis zu 80 Watt per Kabel. Beim Vorgänger musste man sich noch mit 25 bzw. 15 Watt zufriedengeben. Wer darauf gehofft hat, dass Samsung endlich drahtloses Laden mit Qi2 samt Magneten unterstützt, wird erneut enttäuscht. Auf Nachfrage verweist Samsung einmal mehr auf passende Hüllen im eigenen Angebot.
Preise gestiegen wegen Speicherkrise
Die Preise sind gegenüber den Vorgängermodellen gestiegen. Samsung begründet dies mit der anhaltenden Speicherkrise. Das Galaxy Z Fold 8 startet bei 1.999 Euro für die 256-GB-Variante, kostet 2.199 Euro mit 512 GB und 2.599 Euro mit 1 TB. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist für 2.199 Euro (12+256 GB), 2.399 Euro (12+512 GB) und 2.799 Euro (16+1 TB) erhältlich. Das Galaxy Z Flip 8 startet bei 1.299 Euro (12+256 GB) und kostet 1.499 Euro mit 512 GB.
Galaxy Z Flip 8 als schlankstes Klappmodell
Das Galaxy Z Flip 8 tritt als Klappmodell mit klassischem Clamshell-Design an. Es ist nach Herstellerangaben das schlankste Galaxy Flip bisher, mit 6,1 mm im aufgeklappten und 13,1 mm im zugeklappten Zustand bei einem Gewicht von 180 Gramm. Es soll sich leichter öffnen lassen als der Vorgänger. Als Antrieb dient der Samsung Exynos 2600, gefertigt im 2-nm-Verfahren – als einziges Foldable im neuen Lineup nutzt es damit einen Samsung-eigenen Chip statt Qualcomm.
Die Fotoausstattung des Z Flip 8 umfasst eine Dual-Rückkamera mit 50-Megapixel-Weitwinkel und 12-Megapixel-Ultraweitwinkel sowie eine 10-Megapixel-Frontkamera. Der Akku misst 4.300 mAh, geladen wird mit 25 Watt per Kabel und 15 Watt drahtlos. Samsung positioniert das Flip 8 als Gerät für schnelle Interaktion unterwegs.
Beim Softwareumfang setzen alle drei Foldables auf One UI 9.0 basierend auf Android 17.0 sowie auf Galaxy-AI-Funktionen wie Now Brief, Now Bar, Flex Mode, Multi-Window und eine Taskbar. Das Fold 8 enthält zudem einen Fotoassistenten mit Bearbeitungsfunktionen, einen Dokumentenscanner und die Möglichkeit, Front- und Rückkamera gleichzeitig zu nutzen. Eine Funktion namens „MyFan-Cam" hält Objekte oder Personen im Fokus.
Das Privacy Display des Galaxy S26 wurde laut Samsung für das Fold 8 Ultra bewusst nicht übernommen. Man habe sich gegen den Einsatz entschieden, weil die Technologie für Foldables noch nicht optimiert sei. Das Fold 8 Ultra bringt den aus der Galaxy-S26-Reihe bekannten Ultra-Standard in das Foldable-Segment, soll mehr Produktivfläche bieten und ist auf Produktivität sowie Content-Erstellung ausgelegt.
Farblich ist das Fold 8 in Graphite, Cream und Lavender erhältlich, eine vierte Variante in Pistachio gibt es exklusiv im Samsung-Onlineshop. Das Fold 8 Ultra ist im Vergleich zum Fold 6 laut Hersteller 24 Gramm leichter und 1,5 mm dünner, wofür Samsung auch die übliche Upgrade-Zyklus der Nutzer von rund zwei Jahren anführt. Golem hatte das neue Format vor Verkaufsstart getestet und als ansprechend beschrieben.
Neue Smartwatches: Watch9 und Watch Ultra2
Neben den Foldables stellte Samsung in London auch zwei neue Smartwatches vor. Die Galaxy Watch9 erscheint in 40- und 44-mm-Aluminiumgrößen mit dem Qualcomm-SDW6100-Chip im 3-nm-Verfahren, Super-AMOLED-Display unter Saphirglas mit bis zu 3.000 Nits Helligkeit und Akkus von 390 mAh bzw. 445 mAh. Der Startpreis liegt bei 409 Euro. Die Galaxy Watch Ultra2 kommt mit einem 47-mm-Titangehäuse und einem 1,52-Zoll-Touchdisplay, das eine Spitzenhelligkeit von 5.000 Nits erreicht – das laut Samsung bislang hellste Display in einer Galaxy Watch. Beide Uhren bieten neue Gesundheitsfunktionen wie Sleep Apnea 2.0, einen Heart Health Score und eine Integration des Google-Gemini-Sprachassistenten.
Die neue Fold-Generation bringt damit mehr sichtbare Veränderungen als je zuvor seit Samsungs Einstieg in faltbare Smartphones. Mit dem breiten Reisepass-Format des Fold 8, dem größeren Display des Ultra, dem schlankeren Flip 8 und den neuen Siliziumakkus positioniert Samsung das Lineup für ein weiteres Marktsegment. Beobachter warten nun auf Apples geplantes erstes faltbares iPhone, das laut dem Bericht ein vergleichbares Seitenverhältnis erhalten könnte.
Fragen & Antworten
Was unterscheidet das Galaxy Z Fold 8 vom Vorgänger Fold 7?
Das Galaxy Z Fold 8 hat ein neues, breiteres Außenformat im 16:10-Seitenverhältnis mit 5,5-Zoll-Display statt eines schmalen Covers, einen 4,5 mm dünnen Innenbildschirm und wiegt 201 Gramm statt mehr. Zudem setzt es erstmals auf eine Silizium-Kohlenstoff-Batterie mit 4.800 mAh.
Wie viel kostet das Galaxy Z Fold 8 in Deutschland?
Das Galaxy Z Fold 8 startet laut Samsung bei 1.999 Euro für 256 GB Speicher, 2.199 Euro für 512 GB und 2.599 Euro für 1 TB. Samsung begründet die höheren Preise unter anderem mit der anhaltenden Speicherkrise.
Welche Neuerungen bringt die Flex-Titanium-Technologie?
Bei Flex Titanium ersetzt eine dünne Titanlegierungsschicht samt Titanplatte das bisherige Polymer im Displaymodul. Laut Samsung wird das Modul dadurch zehn Prozent dünner, die Knickfalte weniger sichtbar und das Innendisplay reflektiert deutlich weniger.
Samsung Galaxy Z Fold 8: Format, Preise, Akku im Überblick | nachrichten360