In Teilen der Salzburger Innenstadt gilt seit Mittwoch ein Einfahrverbot für Pkw mit auswärtigem Kennzeichen, das Tagestouristen während der Sommermonate vom Autoverkehr in der Altstadt ausschließen soll.
Die Regelung umfasst nach Angaben der Stadt mehrere Straßen rund um die Staatsbrücke, die Imbergstraße und angrenzende Bereiche, die als zentrale Zufahrtswege in die Altstadt gelten. Fahrverbotstafeln weisen auf die Sperre hin, kontrolliert wird laut Stadt unter anderem über die Kennzeichen der einfahrenden Fahrzeuge. Ziel ist es, die tägliche Belastung durch touristischen Autoverkehr deutlich zu senken und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.
Hintergrund: Vorbild aus Italien
Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) hatte die Maßnahme bereits im Mai angekündigt und sich dabei an der "zona a traffico limitato" italienischer Städte orientiert. Er begründete den Schritt mit einer drastischen Formulierung: "Wir haben in der Vergangenheit die Touristen de facto bis in unser Wohnzimmer fahren lassen. Ich kenne das aus keiner anderen Stadt." Mit dem Verbot soll die Zahl der Kfz-Fahrten in den betroffenen Zonen nach Berechnungen der Stadt um rund 1.000 pro Tag sinken.
