Russland droht mit der Zwangsverwaltung des Russland-Geschäfts von Nestlé, während sich der Streit mit dem Logistikpartner KS Logistika zuspitzt und die Nestlé-Aktie an der Börse unter Druck gerät.
Der Lebensmittelkonzern Nestlé sieht sich in Russland mit der Drohung einer Zwangsverwaltung konfrontiert. Nachdem Moskau den Weiterverkauf von Marken wie KitKat, Nescafé und Maggi durch den Logistikpartner KS Logistika blockiert hat, drohen russische Behörden nun mit der zwangsweisen Übernahme der Geschäftsführung.
Hintergrund ist ein seit Monaten schwelender Konflikt zwischen dem Schweizer Konzern und KS Logistika. Das Unternehmen wirft Nestlé vor, einen vereinbarten Verkauf der Russland-Aktivitäten torpediert zu haben, und hat deshalb den Vertrieb zahlreicher Marken gestoppt. Russische Gerichte scheinen der Argumentation von KS Logistika zu folgen und erhöhen den Druck auf den Konzern.
