Angesichts einer schweren Stromkrise haben die Renault-Tochter Dacia und der US-Autobauer Ford ihre Produktion in Rumänien vorübergehend stillgelegt, wodurch der landesweite Strombedarf am Montag nach übereinstimmenden Berichten um 200 Megawatt gesunken ist.
Die Maßnahme der beiden Autobauer ist eine direkte Reaktion auf die angespannte Lage im rumänischen Stromnetz. Wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht, reduzierte sich allein durch den Produktionsstopp der landesweite Strombedarf am Montag um 200 Megawatt. Damit tragen Dacia und Ford spürbar zur Entlastung des Netzes bei.
Ursachen der Krise
Hintergrund der Krise ist eine Kombination aus mehreren Faktoren. Anhaltende Trockenheit hatte die Leistung der Wasserkraftwerke an der Donau deutlich verringert, während gleichzeitig ein anderswo in Europa zu beobachtender Kälteeinbruch die Nachfrage nach Heizstrom erhöhte. Die Erzeugung des Kernkraftwerks Cernavodă, das vom staatlichen Betreiber Nuclearelectrica betrieben wird, reichte nicht aus, um die Versorgungslücke allein zu schließen.
