Wien, 16 September 2026
Die österreichische Regierung hebt die jährliche Förderung für energieintensive Industriebetriebe ab dem Jahr 2027 auf insgesamt 250 Millionen Euro an, wie aus dem am Mittwoch im Pressefoyer vorgestellten Paket hervorgeht.
Das Paket setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: 175 Millionen Euro fließen in das Stromkosten-Ausgleichsgesetz (SAG), die übrigen 75 Millionen Euro sind für den Industriestrompreis vorgesehen. Damit will die Koalition aus ÖVP und SPÖ die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Schlüsselindustrien angesichts stark schwankender Großhandelspreise sichern.
Hintergrund der Aufstockung ist die anhaltend hohe Volatilität an den europäischen Strommärkten. Insbesondere der Großhandelspreis für Monatsfutures im Sechsmonatsdurchschnitt hat sich nach Einschätzung von Branchenbeobachtern als wesentlicher Vergleichswert für die Belastung der Unternehmen etabliert. Die Förderung soll verhindern, dass Produktionsstandorte ins Ausland verlagert werden.
