Der SK Rapid Wien hat am Donnerstagabend im Hinspiel der UEFA-Conference-League-Play-off-Runde bei Heart of Midlothian in Edinburgh 2:2 gespielt.

Die Hütteldorfer traten beim schottischen Klub Heart of Midlothian an und lieferten sich eine umkämpfte Partie, die letztlich mit einem 2:2-Unentschieden endete. Damit bleibt vor dem Rückspiel in Wien alles offen, und Rapid hat sich eine gute Ausgangsposition für den Aufstieg in die Ligaphase der Conference League erarbeitet.

Die Grün-Weißen mussten allerdings einen Rückschlag hinnehmen, als eine Szene für Diskussionen sorgte. Pierre Kabore foulte Petter Nosa Dahl kurz nach der Pause. Der litauische Schiedsrichter Manfredas Lukjancukas entschied sich gegen eine Rote Karte und beließ es bei einer Verwarnung. Diese Entscheidung wurde von Teilen der Beobachter kritisch gesehen, da die Aktion an der Grenze zu einem Platzverweis lag.

Spielverlauf und Ausgangslage

Die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist damit offen: Mit einem Heimsieg könnte Rapid in die Ligaphase einziehen, während ein Unentschieden oder eine Niederlage die Entscheidung in eine Verlängerung oder ein Elfmeterschießen verlagern würde. Die Mannschaft von Trainerwechsel wird alles daransetzen, den Heimvorteil zu nutzen.

Rapid Wien, das in der Vorsaison den Einzug in die Ligaphase verpasst hatte, sieht in dieser Spielzeit eine erneute Chance auf internationalen Erfolg. Der Verein hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf junge Spieler gesetzt und will mit dieser Strategie auch im Europapokal punkten.

Rapid vor wichtiger Saison

Heart of Midlothian, im schottischen Sprachgebrauch auch „Hearts" genannt, gehört zu den traditionsreichsten Klubs Schottlands und spielt im Tynecastle Park in Edinburgh. Der Verein hat in den letzten Jahren mehrfach versucht, sich für europäische Wettbewerbe zu qualifizieren, und sieht in dieser Play-off-Runde eine Möglichkeit, sich einen Platz in der Conference League zu sichern.

Das Rückspiel wird in einer Woche im Allianz Stadion in Hütteldorf stattfinden. Rapid-Trainer und Mannschaft werden sich auf eine intensive zweite Partie vorbereiten, da die Schotten mit dem Auswärtstreffer im Gepäck selbstbewusst auftreten werden. Die Ausgangslage verspricht ein spannendes Duell.

Hearts als Gegner

Für Rapid bedeutet das Ergebnis sowohl eine Enttäuschung über die zwei Gegentore als auch Zuversicht durch die zwei erzielten Auswärtstreffer. In internationalen Play-off-Spielen sind Auswärtstore von besonderem Wert, da sie bei einem Torverhältnis-Gleichstand den Ausschlag geben können.

Das Spiel in Edinburgh verlief über weite Strecken ausgeglichen, wobei beide Mannschaften Chancen auf weitere Tore hatten. Die Intensität und die Zweikämpfe nahmen im Verlauf der zweiten Hälfte zu, was auch zu der folgenschweren Szene zwischen Kabore und Dahl führte.

Ausblick auf das Rückspiel

Die Auslosung der Conference-League-Gruppenphase steht unmittelbar nach Abschluss aller Play-off-Duelle an. Rapid könnte bei einem erfolgreichen Abschluss dieser Runde auf attraktive internationale Gegner treffen.

Schlüsselspieler der Partie waren Matthias Seidl und Nikolaus Wurmbrand auf Seiten Rapids sowie James Wilson und Claudio Braga für Hearts. Beide Teams werden im Rückspiel personelle Anpassungen vornehmen, um die entscheidenden Tore zu erzielen.

Die Atmosphäre im Tynecastle Park war erwartungsgemäß aufgeheizt, da die schottischen Fans ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Rapid trat in seinen traditionellen grün-weißen Farben an und wurde von rund 2.000 mitgereisten Fans begleitet.