Die russische Regierung hat angekündigt, den Öl-Transit zur PCK-Raffinerie in Schwedt ab Mai einzustellen, bestätigte dies jedoch nicht offiziell gegenüber der deutschen Regierung.

Unsicherheit über russische Pläne

Laut mehreren Quellen soll Russland die Lieferungen von Öl über die Druschba-Pipeline nach Schwedt im kommenden Monat einstellen. Die deutsche Regierung hat jedoch noch keine offizielle Bestätigung aus Moskau erhalten. Die PCK-Raffinerie, die zu einem großen Teil von Rosneft Deutschland betrieben wird, ist eine der wichtigsten Ölraffinerien des Landes und versorgt vor allem die Region Brandenburg sowie Teile Berlins mit Kraftstoffen.

Die mögliche Einstellung der Lieferungen wirft Fragen zur künftigen Versorgung der Raffinerie auf. Allerdings betont die Bundesregierung, dass die Sicherheit der Mineralölversorgung in Deutschland nicht gefährdet sei. Dies liegt auch daran, dass Deutschland seit dem Ukraine-Krieg verstärkt auf alternative Lieferanten setzt.

Kasachstan als wichtiger Öllieferant

Seit dem Stopp russischer Energieimporte aufgrund des Ukraine-Kriegs hat Kasachstan eine zentrale Rolle als Öllieferant für Deutschland übernommen. Im Jahr 2025 exportierte das zentralasiatische Land 2,146 Millionen Tonnen Öl nach Deutschland – ein Anstieg von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Lieferungen aus Kasachstan erfolgen über die gleichen Pipelines, die zuvor für russisches Öl genutzt wurden. Dies ermöglicht eine relativ reibungslose Umstellung der Versorgung. Die PCK-Raffinerie in Schwedt kann somit weiterhin betrieben werden, auch wenn russisches Öl nicht mehr geliefert wird.