Ein halbes Jahr nach der Festnahme des abgesetzten venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro setzt ein Bundesgericht in Manhattan am Mittwoch die Vorverhandlung in dem Verfahren fort, in dem ihm unter anderem „Drogenterrorismus“ zur Last gelegt wird.
Wie aus einem am Vortag bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereichten gemeinsamen Antrag hervorgeht, haben die US-Staatsanwaltschaft und die Verteidigung für den Prozess gegen Maduro wegen „Drogenterrorismus“ einen Beginn im Juni 2027 angeregt. Der zuständige Richter muss dem Zeitplan jedoch noch zustimmen.
Vorwurf: Tausende Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt
Der Anklage zufolge soll Maduro sein Amt dazu genutzt haben, um den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet und selbst persönliche Vorteile daraus gezogen haben. Die USA haben ihn unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ angeklagt.
Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung über Jahre autoritär geführt. Anfang des Jahres waren er und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas in einer umstrittenen Aktion von US-Spezialkräften gefangen genommen worden. Die Festnahme und der anschließende Transport in die Vereinigten Staaten werden von Caracas und der Verteidigung als politisch motiviert dargestellt.
