Die Polizeiwache am Kottbusser Tor in Berlin leidet seit Monaten unter erheblichen Mängeln, darunter kaputte Fenster, Platzmangel und Schädlingsbefall, wie die Gewerkschaft der Polizei kritisiert.
Sicherheitsrelevante Mängel seit neun Monaten
Ein Fenster, das seit neun Monaten auf Reparatur wartet, stellt ein Sicherheitsrisiko dar und macht mehrere Räume unbrauchbar. Dadurch verschärft sich der ohnehin bestehende Platzmangel in der Wache. Die Berliner Gewerkschaft der Polizei weist darauf hin, dass solche Zustände die Arbeit der Beamten behindern, insbesondere in einem der am stärksten belasteten Polizeiabschnitte der Stadt.
Der Regionalabschnitt Friedrichstraße, zu dem die Wache am Kottbusser Tor gehört, ist für seine hohe Kriminalitätsbelastung bekannt. Hotspots wie der Görlitzer Park erfordern einen schnellen und effizienten Einsatz der Polizei, der durch die maroden Zustände erschwert wird.
Kritik an Sparmaßnahmen und Eigeninitiative
Thorsten Schleheider, stellvertretender Vorsitzender der Polizeigewerkschaft, übt scharfe Kritik an den geplanten Sparmaßnahmen. Dazu gehört der Vorschlag, dass Polizisten selbst die Wände streichen sollen, um Kosten und Zeit zu sparen.
"Wir reden über den wohl am stärksten belasteten Polizeiabschnitt unseres Landes. Aber die Raketenwissenschaftleridee besteht darin, dass unsere Kollegen dann auch noch selbst malern sollen, um Geld und Zeit zu sparen", sagte Schleheider. Die Gewerkschaft fordert stattdessen eine schnelle und professionelle Sanierung der Wache, um die Arbeitsbedingungen der Beamten zu verbessern.

