Der französisch-britische Völkerrechtler und Schriftsteller Philippe Sands erhält im Jahr 2026 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, wie der Stiftungsrat der Auszeichnung am Donnerstag in Frankfurt am Main bekannt gab.

Begründung des Stiftungsrats

Der Nachkomme von Holocaustüberlebenden zeige entlang der eigenen Familiengeschichte, wie das Völkerrecht entstanden sei und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen „Genozid" und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit" stünden, begründete der Stiftungsrat seine Entscheidung. Sands wurde 1960 in London geboren und ist nach Angaben des Stiftungsrats eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit.

Als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit setze Sands sich für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein, sagte Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz, Vorsitzender des Stiftungsrats. Sands sei weit mehr als ein Chronist völkerrechtlicher Missstände und Verbrechen. Er habe ein literarisches Werk vorgelegt, das sowohl das Leid der Opfer als auch die Motive der Täter zeige.