Mit rund 225.000 Besuchern startet am Freitag in Weeze am Niederrhein das Parookaville, das nach eigener Darstellung größte Festival für elektronische Musik in Deutschland, und ist nach Veranstalterangaben wie in den Vorjahren nahezu ausverkauft.
Eine Stadt auf Zeit
Das dreitägige Festival auf dem Gelände des früheren Militärflughafens am Niederrhein ist seit der Corona-Pandemie für 225.000 Menschen ausgelegt – und war bislang immer ausverkauft. Auch in diesem Jahr rechnen die Organisatoren am Eröffnungswochenende mit etwa 225.000 Gästen. Zur Premiere im Jahr 2015 waren 40.000 Menschen auf das alte Militärgelände am Flugplatz Weeze gekommen. Inzwischen zählt das Festival nach Veranstalterangaben zu den größten Elektro-Veranstaltungen in Europa.
Auf den Bühnen treten nach Veranstalterangaben rund 300 Künstlerinnen und Künstler an den drei Festivaltagen von Freitag bis Sonntag auf. Zum Line-up der elektronischen Musik gehören Stars wie Armin van Buuren, Axwell, The Chainsmokers, Charlotte de Witte, Felix Jaehn, Scooter, Steve Aoki und Timmy Trumpet. DJ Ötzi ist am Sonntag mit "Anton aus Tirol" angekündigt, am Freitagabend steht Chanson- und Schlagersängerin Vicky Leandros auf der Bühne und singt ihre Hits wie "Ich liebe das Leben" und "Après Toi". Für musikalische Kontraste sollen Acts wie Grossstadtgeflüster, Loona, Ritter Lean oder Kasalla sorgen.
Shows jenseits der Bühnen
Neben der Musik sind zwei Shows mit Licht, Laser, Pyrotechnik, Feuerwerk und leuchtenden Drohnen geplant. Als besondere Inszenierung ist in diesem Jahr eine neue 360-Grad-Bühne mit einem großen Videowürfel in der Mitte des Publikums vorgesehen. Das Festival ist nach dem fiktiven Gründervater Bill Parooka benannt und als künstliche Stadt angelegt: Es gibt ein Rathaus, in dem die Besucher ihren Parookaville-Pass bekommen, und ein Postamt, von dem jedes Jahr Tausende Postkarten versendet werden. Traditionell wird beim "Parookaville" auch geheiratet – und zwar ohne Beschränkungen. "Heirate, wen oder was dich glücklich macht!", lautet das Motto in der Kirche. Im "Jail" können sich Gäste ein Tattoo oder Piercing stechen lassen, in einem 700 Quadratmeter großen Pool können sich die Festivalgäste abkühlen.