Papst Leo XIV. hat am Montag im Vatikan persönlich sein erstes päpstliches Lehrschreiben 'Magnifica Humanitas' präsentiert und darin eindringlich vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz für die Menschenwürde gewarnt.

Der rund 100-seitige Text, der den Untertitel 'Über die Bewahrung der Menschlichkeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz' trägt, gilt als Regierungserklärung des Pontifikats. Der 70-jährige Leo, der erste aus den Vereinigten Staaten stammende Papst, übt seit einem Jahr das Amt des Oberhaupts der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit aus.

Das auf den 15. Mai datierte Schreiben ist zugleich eine historische Referenz: Vor genau 135 Jahren legte Papst Leo XIII. mit 'Rerum novarum' die Grundlagen der katholischen Soziallehre als Antwort auf die Industrielle Revolution. Nun adressiert sein Nachfolger die digitale Transformation.

Leo XIV. kritisiert in der Enzyklika die Macht globaler Technologiekonzerne scharf. 'Kleine, sehr einflussreiche Gruppen können Informationen und Konsum lenken, demokratische Prozesse konditionieren und die wirtschaftliche Dynamik beeinflussen', heißt es in dem Text.

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