ZiB-2-Moderator Armin Wolf hat zwei Wochen vor der entscheidenden Sitzung des ORF-Stiftungsrats eine grundlegende Neukonzeption des Gremiums gefordert. In seinem Blog plädiert der Journalist für einen kleineren, professionelleren Aufsichtsrat, der "sehr viel politik- und parteiferner wäre als jetzt".
Wolfs Reformvorschläge
Wolf schlägt vor, den Stiftungsrat von derzeit 35 auf 15 Mitglieder zu verkleinern. Zehn dieser Mandate sollen Bund und Länder in einem zweistufigen Verfahren vorschlagen, wobei für jedes Mandat zwei Kandidaten zur Auswahl stehen. "Eine Person mit Medienexpertise und eine mit juristischer oder Management-Erfahrung; mindestens eine der beiden eine Frau", schreibt Wolf. Die endgültige Auswahl könnte dann Bundespräsident, Höchstgerichtspräsidentinnen oder die Medienbehörde treffen.
Der Publikumsrat soll parallel vergrößert und gestärkt werden. Wolf betont: "So ließe sich verhindern, dass auch der künftige Stiftungsrat zu einem Gutteil aus (früheren) Pressesprecher·innen, PR-Leuten und Lobbyist·innen besteht." Die Ländervertreter sollen nicht mehr von den Landesregierungen, sondern nach öffentlichen Hearings mit Zweidrittelmehrheit im Landtag bestimmt werden.

