Die ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer bewirbt sich mit einem umfassenden Reformkonzept um den Posten der ORF-Generaldirektorin.

Die derzeitige ORF-TV-Magazinchefin Lisa Totzauer hat ihre Kandidatur für die Leitung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bekannt gegeben. Bereits vor fünf Jahren war sie für den Chefposten im Rennen, erhielt damals aber nur fünf der 35 möglichen Stimmen im ORF-Stiftungsrat.

Den ORF sieht Totzauer in einer 'fundamentalen Krise'. 'Das Bild, das wir abgeben, ist schmerzhaft und beschämend', sagte sie mit Blick auf die jüngsten Skandale rund um den ehemaligen ORF-Chef Roland Weißmann.

'Ich verstehe, dass sich viele Menschen ärgern und fragen: Was soll das?', so die Mittfünfzigerin. Der ORF müsse jetzt reformiert werden, um 'einen wichtigen Teil der demokratischen Infrastruktur unseres Landes' zu erhalten.

Mit einem 'tiefen Verständnis' für den ORF und Reformdrang will Totzauer punkten. 'Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen', erklärte sie.