Oman hat nach Angaben des Axios-Reporters Barak Ravid einen Vorschlag zur Lage in der Straße von Hormuz unterbreitet und damit eine diplomatische Initiative in der seit Monaten angespannten Region angestoßen.

Die Straße von Hormuz zählt zu den wichtigsten Seeverbindungen der Welt. Ein Großteil des globalen Öltransports läuft durch diese Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel. Jede Störung in dieser Region hätte unmittelbare Folgen für die Energieversorgung weit über die Anrainerstaaten hinaus. Vor diesem Hintergrund erhält der omansische Vorstoß besonderes Gewicht.

Oman habe den Vorschlag am Rande laufender diplomatischer Kontakte vorgelegt, wie Ravid auf der Plattform X bestätigte. Maskat, die Hauptstadt Omans, hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt als Vermittler zwischen regionalen Konfliktparteien positioniert. Die Initiative Omans fällt in eine Phase, in der die Spannungen zwischen Teheran und mehreren westlichen Regierungen besonders ausgeprägt sind.

Hintergrund zur Meerenge

Iran spielt in der Diskussion um die Meerenge eine zentrale Rolle, da die Straße von Hormuz an seiner Südküste verläuft. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi war in den vergangenen Wochen in mehrere diplomatische Gespräche eingebunden. Teheran hat wiederholt betont, dass die Sicherheit der Seestraße eine Angelegenheit der Anrainerstaaten sei und externe Einmischung zurückgewiesen.