Der Österreichische Tennisverband (ÖTV) hat sich mit einem offiziellen Beschwerdebrief an die ATP gegen die geplante Reduzierung der Doppelfelder ab dem Jahr 2028 gewandt.
Der Brief ist von ÖTV-Präsident Richard Grasl, Sportdirektor Jürgen Melzer und Geschäftsführer Thomas Schweda unterzeichnet. Darin heißt es: „Der Profitennissport sollte Karrierewege schaffen - nicht sie beseitigen." Die Verbandsspitze kritisiert, dass die Reform die Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten einer ganzen Spielergruppe einschränken würde.
Inhalt des Schreibens
Die ATP plant, die Doppel-Felder bei Masters-1000-Events von 32 auf 16 Paare sowie bei ATP-500- und ATP-250-Turnieren von 16 auf acht Paare zu reduzieren. Aus Sicht des ÖTV geht diese Maßnahme in eine falsche Richtung. „In einer Zeit, in der der Tennissport die Möglichkeiten für Profisportler erweitern und alle Disziplinen des Sports stärken sollte, geht die Verringerung der Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten für eine ganze Gruppe von Spielern genau in die entgegengesetzte Richtung", heißt es in dem Schreiben.
Sportdirektor Melzer, der in seiner aktiven Karriere gleichzeitig in den Top Ten im Einzel und im Doppel stand, unterstützt die Position des Verbandes nachdrücklich. „Ich kann von mir sagen, ich wäre nie in den ersten Zehn im Einzel gestanden, wenn ich nicht Doppel gespielt hätte", sagte er auf APA-Nachfrage. Melzer argumentiert, dass das Doppel vielen Spielern den Weg in höhere Ranglistenpositionen ebnet.
