Österreichs Universitäten haben mit Großdemonstrationen auf die geplanten Budgetkürzungen von 2,5 Milliarden Euro bis 2030 reagiert.
Wie berichtet soll es im nächsten Dreijahresbudget (2028 bis 2030) für die 22 öffentlichen Unis insgesamt 15,5 Milliarden Euro geben, in der aktuellen Leistungsvereinbarungsperiode sind es noch 16,5 Milliarden. Stellt man in Rechnung, dass die Rektoren zuletzt noch ein nötiges Plus von 1,5 Milliarden auf Basis der Wifo-Prognosen veranschlagt hatten, kommt man gar auf eine Kürzung von 2,5 Milliarden Euro.
"Das ist ein Minus von knapp 14 Prozent", rechnet Brigitte Hütter, Präsidentin des Universitätenkonferenz-Dachverbandes uniko vor. "Unser Anteil am Gesamtbudget liegt bei lediglich vier Prozent, insofern ist ein derartiger Einschnitt nicht nachvollziehbar." Hütter spricht von einem "Offenbarungseid für den Stellenwert der Wissenschaft und Forschung".
Die Einsparungen seien in ihrer Dimension "beispiellos", findet die Rektorenchefin, die selbst die Kunstuniversität Linz leitet. "Wir werden für all unsere Bereiche kämpfen." Jahrelanger Schaden Zwar sei "nachvollziehbar, dass wir alle sparen müssen", allerdings mache das Wissenschaftsbudget nur vier Prozent des gesamtstaatlichen Budgets aus, betonte Hütter.

