Österreich bestreitet am Donnerstag (21 Uhr MEZ) in Los Angeles sein erstes K.-o.-Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 1954 und trifft im Achtelfinale auf Europameister Spanien.

Es hätte für Österreichs erstes K.-o.-Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 1954 gemütlichere Gegner als Spanien gegeben – nämlich praktisch alle. Der Turnierbaum lässt nicht mit sich reden, das ÖFB-Team muss und darf am Donnerstag (21 Uhr, live ServusTV) gegen den Europameister und Weltranglisten-Zweiten antreten. Buchmacher und Prognosemodelle stufen die Chance auf ein Weiterkommen des Außenseiters zwischen 15 und 20 Prozent ein.

Dass es überhaupt so weit kam, ist einem der dramatischsten Gruppenfinals der Turniergeschichte zu verdanken. Nachdem Riyad Mahrez den Nichtangriffspakt zwischen Österreich und Algerien mit dem 3:2 für die Nordafrikaner in der dritten Minute der Nachspielzeit durchbrach, war das Vorrunden-Aus der Elf um den deutschen Teamchef Ralf Rangnick eigentlich schon besiegelt. Der 3:3-Ausgleich durch den frisch eingewechselten Sasa Kalajdzic in Minute 96 rang dann wohl nicht nur ORF-Kommentator Daniel Warmuth ein lautes „Bist du deppat" ab. „Wir waren… wir waren halt raus für ein paar Minuten und - wir sind noch dabei", sagte Vorlagengeber Michael Gregoritsch kurz danach im ZDF mit tränenerstickter Stimme.