Österreich fällt beim Anteil elektrisch betriebener Busse im EU-Vergleich zurück, weil Strompreise, Netzanschlüsse und Energieversorgung Investitionen in die Flotte für viele Betriebe schwer kalkulierbar machen.
Die Elektrifizierung des öffentlichen Busverkehrs schreitet in den EU-Mitgliedstaaten mit sehr unterschiedlichem Tempo voran. Während Länder wie Dänemark den Anteil elektrischer Busse an den Neuzulassungen in den vergangenen Jahren deutlich nach oben gefahren haben, bewegt sich Österreich nach Einschätzung der Wirtschaftskammer nur langsam. Die Gründe dafür liegen laut Branchenvertretern vor allem in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
"Abhängig von diesen Faktoren könne sich die Investition nach fünf bis sechs Jahren amortisieren, so der Wirtschaftskammer-Vertreter." Damit formuliert Franz Sailer eine der wenigen klaren Bezugsgrößen, die Betreiber derzeit heranziehen können. Ohne verlässliche Strompreise, ausreichend dimensionierte Netzanschlüsse und eine stabile Energieversorgung lasse sich der wirtschaftliche Vorteil elektrischer Busse gegenüber Diesel- oder Gasfahrzeugen nicht verlässlich darstellen.
