Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster hat am Dienstag die Eilbeschwerde des Rappers 18 Karat gegen seine Abschiebung nach Portugal zurückgewiesen und damit den Weg für die sofortige Ausweisung frei gemacht.

Damit ist der Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen bestandskräftig: Der portugiesische Staatsbürger Ivo Vieira Silva, besser bekannt als 18 Karat, darf aus Deutschland nach Portugal abgeschoben werden. Der 40-Jährige sitzt seit Ende 2022 eine Strafe von sechs Jahren und drei Monaten wegen mehrerer Betäubungsmitteldelikte in einer Justizvollzugsanstalt ein. Das Landgericht Dortmund hatte ihn unter anderem für den Handel mit Drogen im Kilogrammbereich verurteilt.

Seine Anwältin Lisa Grüter erklärte auf Anfrage, ihr Mandant sei noch in der Nacht ausgeflogen worden. „Mein Mandant hat alles gemacht, um sich zu ändern“, sagte Grüter. Er habe in Haft eine Ausbildung zum Maler und Lackierer begonnen, die er in zwei Wochen abgeschlossen hätte. Geplant gewesen sei zudem ein Ausgang, der jedoch kurzfristig abgesagt und stattdessen ein Verlegungs-transport innerhalb der JVA durchgeführt worden sei.