Mehr als zwei Wochen nach seinem Tod wird der Kadaver des Buckelwals „Timmy“ auf der dänischen Ostseeinsel Anholt an Land gezogen und in der kommenden Woche obduziert.
Der seit 25 Jahren in Dänemark tätige Wal-Forscher Peter Teglberg Madsen von der Universität Aarhus begleitet die Untersuchung. „Weil das Tier so lange in der Sonne gelegen hat, wird es stark stinken“, sagte er. Der Gestank sei überwältigend, „aber daran gewöhnt man sich“.
Gefährliche Obduktion am Strand
Die Obduktion eines Wals sei anstrengende Handarbeit und werde etwa fünf bis sechs Stunden dauern. „Danach ist man wirklich geschafft“, erklärte Madsen. Zu Beginn müsse der Wal mit einem scharfen Sektionsmesser an einem langen Stiel entgast werden, um das Risiko einer Explosion durch Fäulnisgase zu minimieren. „Dabei fliegen dann kiloschwere Fleischbrocken durch die Luft, die können dich töten“, warnte der Forscher. „Das ist Übungssache, wie eine Bombe zu entschärfen. Wir haben damit Erfahrung.“
