Extrem niedrige Pegelstände auf dem Rhein schränken die Binnenschifffahrt ein, führen zu geringeren Ladungsmengen pro Schiff und treffen zunehmend die Industrie – auch die Stahltochter von thyssenkrupp.

Der Rhein leidet derzeit unter ausgeprägtem Niedrigwasser. Wie die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) mitteilte, liegt der Wasserstand am Rhein teilweise unter einem halben Meter. "Derzeit gibt es extrem niedrige Pegelstände am Rhein", heißt es in der Lageeinschätzung. Am grundlegenden Bild werde sich erst etwas ändern, wenn es zu ergiebigen Regenfällen im ganzen oder wenigstens in großen Teilen des Rheineinzugsgebietes komme.

Aktuelle Lage und Prognose

Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) ist in den kommenden Wochen keine nachhaltige Entspannung der Lage zu erwarten. "Ab dem 19.07. (Sonntag) wird ein vorübergehender Anstieg – vom dann nochmal niedrigeren Niveau aus – um circa 30 Zentimeter erwartet", erklärte Florian Krekel, Fachbereichsleiter Schifffahrt beim WSV. Für die nächsten Tage ist demnach ein weiteres Fallen der Wasserstände prognostiziert. Verlässliche Vorhersagen seien dabei kaum über Wetterprognosen hinaus möglich, da die Wasserstände letztlich nur eine Zusammenfassung der Niederschläge im Einzugsgebiet seien.