Die "New York Times" zieht vor ein Bundesgericht, um Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan gegen mehrere ihrer Journalisten zu Fall zu bringen, nachdem diese über einen Flugzeugwechsel Donald Trumps berichtet hatten.

Die "New York Times" hat nach eigenen Angaben einen gerichtlichen Antrag eingereicht, mit dem sie die Aufhebung der Vorladungen erreichen will, die das Büro der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan in der Vorwoche an mehrere Reporter der Zeitung verschickt hatte. Laut Mitteilung der Redaktion wurden einige der Vorladungen persönlich von Bundesagenten an den Wohnadressen der Journalisten zugestellt. Das Blatt sieht darin einen ungewöhnlichen und rechtswidrigen Eingriff in die Pressefreiheit.

Hintergrund: Flugzeugwechsel beim Nato-Gipfel

Hintergrund der Vorladungen ist eine Berichterstattung von vier "Times"-Journalisten über einen Flugwechsel Donald Trumps während des Nato-Gipfels in der Türkei. Wie die Zeitung unter Berufung auf anonyme Quellen berichtete, war Trump auf Anraten des Secret Service mit der älteren Air Force One von dem Gipfel zum britischen Militärstützpunkt Mildenhall geflogen worden. Dort sei er dann in das neue Flugzeug umgestiegen, das Katar der US-Regierung geschenkt hatte.