US-Bundesstaatsanwälte haben vier Journalisten der "New York Times" vorgeladen, nachdem diese über Sicherheitsmängel der neuen Air Force One nach dem NATO-Gipfel in der Türkei berichtet hatten; das Justizministerium begründet den Schritt mit Sorge vor der Weitergabe geheimer Informationen.

Die Vorladungen wurden am Freitag von Bundesbeamten an den Wohnhäusern der betroffenen Journalisten zugestellt, wie die "New York Times" berichtet. Den Empfängern wurde mitgeteilt, dass sie "in Bezug auf einen mutmaßlichen Verstoß gegen das Bundesstrafrecht" aussagen müssten. Das US-Justizministerium erklärte, die Regierung sei besorgt über die Weitergabe von Geheiminformationen.

Hintergrund des Verfahrens ist ein Bericht der "New York Times" über die neue Präsidentenmaschine. Die Zeitung hatte geschrieben, Trump habe nach dem NATO-Gipfel in der Türkei auf ein anderes Flugzeug ausweichen müssen, weil die neu angeschaffte Boeing 747-8, die Katar den USA im Wert von rund 400 Millionen Dollar (350 Millionen Euro) geschenkt hatte, nicht über die gleichen Sicherheitssysteme wie andere Präsidentenflugzeuge verfüge. Trump ließ sie sich zu einem Regierungsflieger umbauen.

Sicherheitsmängel und politische Reaktionen