Berlin, 27 Juni 2026

Ein am Donnerstag vorgestelltes Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hält ein Verbotsverfahren gegen die AfD vor dem Bundesverfassungsgericht für aussichtsreich, während in Berlin die Debatte über einen möglichen Antrag von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung neu Fahrt aufnimmt.

Das von acht Juristinnen und Juristen erstellte Gutachten analysiert das Grundsatzprogramm der AfD, Wahlprogramme, parlamentarische Anträge sowie Äußerungen von Parteifunktionären und kommt zu dem Schluss, dass ein Antrag auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit "gute Erfolgsaussichten" hätte. Nach Darstellung des Gutachtens verfolge die Partei ein "rassistisch geprägtes politisches Konzept", das auf ein ethno-kulturelles Volksverständnis und die Definition unterschiedlicher Menschenklassen abziele, insbesondere mit Blick auf Menschen mit Migrationsgeschichte.