Die israelische Armee hat Siedler dafür kritisiert, dass sie sich ohne vorherige Genehmigung in einem Gebiet im Süden des Westjordanlands aufgehalten haben.

Im Süden des Westjordanlands ist es nach Angaben der israelischen Armee zu einem neuen Vorfall gekommen, der die Spannungen zwischen Siedlern, Militär und palästinensischer Bevölkerung weiter verschärft. Das Militär erklärte, Siedler hätten sich „ohne vorherige Genehmigung in dem Gebiet" aufgehalten. Die Formulierung deutet darauf hin, dass es sich um eine ausgewiesene Sperr- oder Sicherheitszone handelt, in der ein Aufenthalt nur mit ausdrücklicher Erlaubnis gestattet ist.

Hintergrund: Hebron als Brennpunkt

Die Region Hebron, in der der Vorfall sich nach den vorliegenden Informationen ereignete, gilt seit Jahren als einer der Brennpunkte des Konflikts. In und um die Stadt leben mehrere Hundert israelische Siedler unter strengem militärischem Schutz, während die Nachbarschaften palästinensischer Bewohner zum Teil abgeriegelt sind. Wiederholt waren dort Zusammenstöße dokumentiert worden, die von internationalen Beobachtern als Teil eines besorgniserregenden Trends eingeordnet werden.