Die EU-Kommission hat die Übernahme von Sky Deutschland durch die RTL Group ohne Auflagen genehmigt, wie die Behörde am Donnerstag bekannt gab.
Hintergrund der Transaktion
Die RTL Group hatte die Akquisition von Sky Deutschland bereits im Juni 2025 angekündigt, um ihre Position im deutschen Streaming- und TV-Markt zu stärken. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro in bar, zuzüglich einer variablen Komponente, die an den Aktienkurs der RTL Group gekoppelt ist. Je nach Kursentwicklung könnten bis zu 377 Millionen Euro zusätzlich fällig werden.
Mit der Übernahme vereint RTL ein breites Portfolio aus frei empfangbaren TV-Kanälen, Pay-TV-Angeboten und Streaming-Plattformen im deutschsprachigen Raum, ergänzt durch Zeitschriften und Audioangebote. Sky Deutschland wird Teil von RTL Deutschland, dessen Chef Stephan Schmitter die Führung des neuen Gemeinschaftsunternehmens übernimmt.
Wettbewerbsprüfung und Branchenwandel
Die EU-Kommission prüfte die Transaktion sorgfältig, um sicherzustellen, dass sie den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum nicht erheblich beeinträchtigt. „Nach sorgfältiger Prüfung“ stellte die Behörde fest, dass die Transaktion den Wettbewerb „nicht erheblich verringern würde“, und genehmigte sie ohne Auflagen.
EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte die Bedeutung des Deals in einem sich wandelnden Medienmarkt: „Die Transaktion ermöglicht es etablierten europäischen Mediengruppen, ihre Position in einer Zeit des Branchenwandels zu festigen, in der sie zunehmend unter Druck von globalen Streaming-Plattformen stehen.“

