Gregor Mühlberger hat die Tour of Austria gewonnen und damit den ersten österreichischen Gesamtsieg bei der heimischen Landesrundfahrt seit 13 Jahren errungen; Veranstalter Thomas Pupp sieht den Heimerfolg als Auftrieb für die kommenden Ausgaben des Rennens.

Der Niederösterreicher Gregor Mühlberger entschied die Tour of Austria 2026 für sich und sorgte damit für den ersten österreichischen Gesamtsieg bei der traditionsreichen Landesrundfahrt seit 13 Jahren. Im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) zog Veranstalter Thomas Pupp Bilanz und bezeichnete das Abschneiden Mühlbergers als Glücksfall für das Rennen. „Natürlich ist es auch sehr gut gelaufen. Das mit Gregor Mühlberger war ein Jackpot für uns“, sagte Pupp.

Ein Heimsieg als Genugtuung

Mühlberger war nach seiner Nicht-Berücksichtigung für die Tour de France bei der heimischen Rundfahrt an den Start gegangen und hatte in der Vorwoche in Wien als Erster die Ziellinie auf der Ringstraße überquert. „Ich bin sehr stolz, die Trophäe wird einen Ehrenplatz bekommen“, erklärte der Radprofi nach seinem Erfolg. Der Sieg sei eine „große Genugtuung“ angesichts der ausgebliebenen Nominierung für die Frankreich-Rundfahrt, sagte er.

Der langjährige World-Tour-Profi wurde im österreichischen Aufgebot unter anderem von den beiden jungen Fahrern Valentin Hofer und Sebastian Putz unterstützt. Mühlberger lobte deren Leistung ausdrücklich: „Es hat mit den Jungs super funktioniert, sie haben einen gewaltigen Job gemacht.“ Er sieht in Hofer und Putz die Zukunft des heimischen Radsports: „Sie sind unsere Radsportzukunft, wenn es bei mir in hoffentlich erst zehn Jahren vorbei ist.“

Blick auf die Vuelta mit Felix Gall

Mühlberger bereitet sich nach einer einwöchigen Pause auf die nächste große Aufgabe vor: die Vuelta a España. „Ich will nach einer kurzen Pause wieder gut in Form kommen, und dann voller Fokus auf die Vuelta mit Felix Gall“, kündigte er an. Während der Tour of Austria stand er laut den vorliegenden Informationen in ständigem Kontakt mit seinem aktuellen Team Decathlon. Zu einem möglichen Transfer wollte er sich nicht äußern, solange das Transferfenster am 1. August noch nicht geöffnet ist; als mögliches neues Team wird Lidl-Trek gehandelt, das denselben Namenssponsor (den deutschen Lebensmittelhändler Lidl) trägt wie die Österreich-Rundfahrt.