Ein 42-jähriger Mann ist am Donnerstag am Landesgericht Wien wegen eines Messerangriffs auf seinen Mitbewohner in einer betreuten Wohneinrichtung zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Der Vorfall ereignete sich im November 2025 in einer Einrichtung für Suchtkranke in Wien-Meidling. Der Angeklagte hatte seinen 54-jährigen Mitbewohner mit einem Jagdmesser niedergestochen, nachdem es zu einem Streit über Musikpräferenzen gekommen war.

Laut Anklage griff der 42-Jährige zu einem 13,4 Zentimeter langen Messer und versetzte dem Opfer einen Stich in den Bauch. Der Angeklagte behauptete, in Notwehr gehandelt zu haben, nachdem das stark betrunkene Opfer die Tür eingetreten habe.

Die Staatsanwältin warf dem Angeklagten vor, den Tatort manipuliert zu haben: "Spuren lügen nicht, Menschen schon." Er soll die Tür ausgehängt haben, um ein gewaltsames Eintreten des Opfers plausibel zu machen.