Die Deutsche Telekom und ihre US-Tochter T-Mobile erwägen eine Fusion, die einen Telekom-Riesen mit einem Börsenwert von knapp 390 Milliarden Euro schaffen würde – den weltweit größten Konzern dieser Branche.
Potenzial und Herausforderungen
Die geplante Fusion würde nicht nur den bisherigen Rekord der Vodafone-Übernahme von Mannesmann übertreffen, sondern auch die Landschaft der Telekommunikationsbranche nachhaltig verändern. Mit einem gemeinsamen operativen Gewinn von rund 29 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und einer geplanten Börsennotierung sowohl an der Wall Street als auch an einer europäischen Börse stünde das neue Unternehmen finanziell auf soliden Füßen.
Allerdings birgt der Deal erhebliche Hürden. Die Deutsche Telekom hält derzeit etwa 53 Prozent an T-Mobile, während der Bund mit rund 28 Prozent der größte Aktionär des Bonner Konzerns ist. Eine Fusion könnte den Staatsanteil verwässern und den Anteil der Bonner an T-Mobile unter die 50-Prozent-Marke drücken. "Das sind Spekulationen, zu denen wir uns grundsätzlich nicht äußern", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums dazu.
Skepsis an den Märkten
Die Ankündigung der Fusionspläne stieß bei Investoren auf Zurückhaltung. Die Papiere von T-Mobile schlossen am Dienstag an der Wall Street mit einem Minus von 1,5 Prozent unter dem Niveau vor Veröffentlichung der ersten Medienberichte. Auch die Aktien der Deutschen Telekom büßten am Mittwoch rund drei Prozent ein.

