Mexiko hat nach dem Tod von insgesamt 17 mexikanischen Staatsbürgern im Zusammenhang mit Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE strafrechtliche Beschwerden und zivilrechtliche Klagen in den Vereinigten Staaten angekündigt.

Die mexikanische Regierung werde auf Anweisung von Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht nur diplomatisch, sondern auch juristisch gegen die Verantwortlichen vorgehen, sagte Außenminister Roberto Velasco am Donnerstag in Mexiko-Stadt. Geplant seien Strafanzeigen bei den Staatsanwaltschaften der betroffenen US-Bundesstaaten sowie beim US-Justizministerium. Zusätzlich wolle Mexiko zivilrechtliche Klagen gegen private Betreiberfirmen von ICE-Haftzentren einreichen.

Velasco sprach von einer schmerzhafte Tragödie und forderte eine umfassende Aufklärung. „Dieser Vorfall muss mit äußerster Ernsthaftigkeit untersucht werden“, sagte er. Nach Angaben des Außenministers sind seit Beginn der laufenden Abschiebewelle insgesamt 17 mexikanische Migranten im Zusammenhang mit ICE-Operationen oder in ICE-Gewahrsamseinrichtungen gestorben.