Messi brilliert mit Hattrick zum 200. Länderspiel und stellt Kloses WM-Torrekord ein
Kansas City, 17. Juni 2026
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Kurzfassung
Lionel Messi hat Argentinien mit einem Hattrick zum 3:0-Auftaktsieg gegen Algerien geführt und im 200. Länderspiel den WM-Torrekord von Miroslav Klose eingestellt. Mit 16 WM-Toren zog der achtfache Weltfußballer zudem mit dem Deutschen gleich und empfahl sich für die anstehende Endrunde.
Lionel Messi hat Argentinien mit einem Hattrick zum 3:0-Auftaktsieg gegen Algerien geführt und beim 3:0 in Kansas City den Torrekord von Miroslav Klose bei Weltmeisterschaften eingestellt.
Ein Hattrick für die Ewigkeit
Es war der Abend, an dem Lionel Messi einmal mehr alle Zweifler zum Verstummen brachte. Beim 3:0-(1:0)-Sieg Argentiniens über Algerien in der Nacht zu Mittwoch erzielte der Kapitän der "Albiceleste" alle drei Treffer (17., 60., 76.) und schrieb ein weiteres Kapitel einer ohnehin schon außergewöhnlichen Karriere. Die Partie in Kansas City war Messis 200. Länderspiel – und sie geriet zur Gala.
Im 27. WM-Spiel seiner Karriere stellte der achtfache Weltfußballer den Torrekord von Miroslav Klose ein. Mit nun 16 Treffern bei WM-Endrunden zog der Argentinier, der am kommenden Sonntag 39 Jahre alt wird, zu dem deutschen Rekordhalter aus dem Jahr 2014 gleich. "Ich rechne damit, dass mein Rekord in diesem Turnier fällt", hatte Klose im Vorfeld der Süddeutschen Zeitung gesagt. Bleibt Messi gesund, dürfte er Kloses Bestmarke im Verlauf der WM 2026 tatsächlich brechen.
Rekord eingestellt – Klose gratuliert
Auf den Tag genau 20 Jahre zuvor hatte Messi in Gelsenkirchen gegen Serbien und Montenegro sein WM-Debüt gefeiert. Damals war der damals 18-Jährige in der Schlussphase eingewechselt worden und hatte den 6:0-Endstand erzielt. Auch bei diesem ersten WM-Auftritt hatte er ein Tor vorbereitet – ein Muster, das sich bis heute fortsetzt: Neben seinen 16 Toren hat Messi neun weitere Treffer vorbereitet.
Der Dreierpack gegen Algerien war Messis elfter Hattrick im Trikot der "Albiceleste" und sein erster bei einer Weltmeisterschaft. "Es gibt keine Worte dafür", sagte der Superstar nach dem Spiel sichtlich bewegt. Er liebe das Fußballspielen, es sei seine Leidenschaft, erklärte er weiter. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino gratulierte in den sozialen Netzwerken: "Dieser Meilenstein spiegelt Ihre zeitlose Brillanz wider, mit der Sie weiterhin Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Freude bereiten."
Internationales Medienecho
Dabei war die argentinische Mannschaft über weite Strecken keineswegs in Galaform. "Das ganz große Offensivfeuerwerk brennt die 'Albiceleste' zwar über weite Strecken nicht ab, aber es gibt ja Lionel Messi", schrieb die spanische Marca. Die englische Tageszeitung Guardian schwärmte, Messi habe mit diesem Auftritt einen weiteren Schritt unternommen, "um seinen Platz als größter Fußballer in der Geschichte des Sports zu festigen".
Auch international schlugen die Wellen hoch. Die italienische Tageszeitung Corriere della Sera titelte: "Die Welt liegt ihm zu Füßen." Für die Marca war es "ein Tag, an dem die argentinische '10' dazu bestimmt war, Geschichte zu schreiben – und er enttäuschte nicht". Sein Mitspieler Alexis Mac Allister lobte: "Wer auch immer dachte, dieses Team sei ohne Leo besser, dem wurde heute klar, dass er sich geirrt hat."
Mitspieler Mac Allister hatte beim 2:0 auch die Vorarbeit geleistet: Sein Weitschuss ließ Algeriens Schlussmann Luca Zidane auslassen, Messi staubte nach einer Stunde ab. Zum 1:0 hatte er aus rund 20 Metern abgezogen – der Sohn von Frankreichs Legende Zinédine Zidane sah dabei nicht gut aus. Auch Glück hatte der Argentinier, als er nach einem Tritt gegen die Wade von Aissa Mandi nicht einmal die Gelbe Karte sah (31.).
Standing Ovations in Kansas City
Die Chance auf das dritte Tor hatte Messi bereits in der 66. Minute, doch erst in der 76. Minute machte er den Hattrick perfekt. In der 80. Minute wurde er unter Standing Ovations der fast 70.000 Zuschauer ausgewechselt – der gebührende Abschied eines Fußball-Giganten für einen Abend, der in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Teamchef Lionel Scaloni hatte in seiner Startelf auf acht Spieler gesetzt, die beim Finalsieg vor vier Jahren gegen Frankreich zum Einsatz gekommen waren. Argentinien gehört in dieser Verfassung erneut zu den Titelkandidaten. Im Rennen um die WM-Torjägerkanone bleibt auch Frankreichs Kylian Mbappé ein ernster Rivale: Mit 14 WM-Toren liegt der Franzose nur zwei Treffer hinter Messi – und ist zwölf Jahre jünger.
Für Messi war es nach seinem Wechsel zu Inter Miami im Jahr 2023 zudem ein Beweis, dass er auch abseits des europäischen Spitzenfußballs nichts verlernt hat. Große Teile der Vorbereitung hatte der Argentinier wegen einer muskulären Verletzung verpasst – umso beeindruckender fiel sein Auftritt aus. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr war es von der Klasse des Ausnahmefußballers geprägt.
Nächster Schritt: Duell mit dem Kongo
"Er ist ein Genie", sagte der Weltmeister von 2014 mit Blick auf Messi. Ein Urteil, das nach diesem Abend in Kansas City wohl kaum jemand mehr ernsthaft anzweifeln wird. Der nächste Gegner der Argentinier in der Gruppe J ist am 22. Juni in Dallas der Kongo, der letztmals 1974 unter dem Namen Zaire bei einer WM dabei war.
Neben den sportlichen Rekorden bot das Spiel auch emotionale Momente. Mit Tränen in den Augen verließ Messi den Platz – und sprach von "schwierigen Tagen", die hinter ihm lägen. Welche genau, ließ er offen. Klar ist: Nach 200 Länderspielen, 16 WM-Toren und unzähligen Momenten der Fußball-Magie hat Lionel Messi einmal mehr bewiesen, warum er für viele als der beste Spieler aller Zeiten gilt.
Was die Weltpresse schreibt
Die internationalen Pressestimmen überschlugen sich. Während die Marca von einem "Tag, an dem die argentinische '10' dazu bestimmt war, Geschichte zu schreiben" sprach, sah der Guardian den Superstar "auf dem Weg, seinen Platz als größter Fußballer in der Geschichte des Sports zu festigen". Es sind Worte, die in der Fußball-Welt selten fallen – und die den Stellenwert dieses Abends unterstreichen.
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Gruppe J zeigte sich Scaloni zufrieden, aber auch mahnend: "Wir dürfen uns nicht auf diesem Ergebnis ausruhen. Das Turnier hat gerade erst begonnen." Die Argentinier wissen, dass die Titelverteidigung nur über Konstanz und Disziplin zu erreichen ist. Mit einem Messi in dieser Form aber sind die Chancen so groß wie seit Langem nicht mehr.
Fragen & Antworten
Welchen Rekord hat Lionel Messi gegen Algerien eingestellt?
Mit seinen drei Treffern gegen Algerien zog Messi im WM-Ranking mit 16 Toren zu Miroslav Klose gleich und stellte dessen Allzeit-Bestmarke ein.
Wie viele Länderspiele hat Lionel Messi bestritten?
Die Partie gegen Algerien war Messis 200. Länderspiel für Argentinien, in dem er alle drei Tore zum 3:0-Sieg erzielte.
Wer ist der nächste Gegner Argentiniens bei der WM 2026?
Argentinien trifft in der Gruppe J am 22. Juni in Dallas auf den Kongo, der letztmals 1974 unter dem Namen Zaire an einer WM teilgenommen hat.
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