Nach einem Messerangriff auf drei Jugendliche in Österreich, bei dem ein 15-Jähriger lebensgefährlich verletzt wurde, hat Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) ihre Forderung bekräftigt, die Strafmündigkeit in Österreich von 14 auf 12 Jahre zu senken.

Der Angriff ereignete sich am Donnerstag und richtete sich gegen drei Teenager. Ein 15-Jähriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt, zwei weitere Burschen erlitten Verletzungen. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 12-jähriger Syrer festgenommen. Weil der Tatverdächtige erst 12 Jahre alt ist, ist er nach derzeitiger Rechtslage strafunmündig.

Die Integrationsministerin nutzte den Vorfall, um ihre seit Längerem erhobene Forderung nach einer Absenkung des Strafmündigkeitsalters zu erneuern. Bauer argumentiert, dass es eine "fatale Message an Gewalttäter" sei, wenn Opfer im Spital behandelt werden müssten, die Täter aber "unbehelligt zur Mutter nach Hause" dürften.

Bauers Kritik an der Rechtslage

Die ÖVP-Politikerin kritisierte die geltende Gesetzeslage scharf. "Wenn 12-Jährige rauben, vergewaltigen oder auf andere mit Messern einstechen, dann muss man etwas dagegen tun", sagte sie. Ihrer Auffassung nach gefährde man unschuldige Mitschülerinnen und Mitschüler, wenn man die Gesetze nicht anpasse.