Liverpool, 26 August 2026
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Liverpool School of Tropical Medicine und der Universität Kelaniya in Sri Lanka schätzt die Zahl der weltweit durch Schlangenbisse verursachten Todesfälle auf 274.000 bis 513.000 pro Jahr und damit deutlich höher als bislang angenommen.
Die im Fachblatt PLoS Medicine veröffentlichte Studie um Dileepa Ediriweera und Anuradhani Kasturuiratne gilt als die bislang umfassendste Auswertung zu den globalen Folgen von Schlangenbissen. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass es sich um seriöse, aber weiterhin mit Unsicherheiten behaftete Schätzungen handelt. Die Schwankungsbreite zwischen 274.000 und 513.000 Todesfällen pro Jahr spiegele die lückenhafte Erfassung in vielen betroffenen Ländern wider.
