Mehr als 52.000 Menschen, die vom NS-Regime verfolgt wurden oder zu deren Nachkommen zählen, haben seit Anfang 2021 die deutsche Staatsbürgerschaft im Rahmen der sogenannten Wiedergutmachungseinbürgerung erhalten.

Hintergrund der Reform

Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Linken-Abgeordneten Ferat Kocak hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach wurden zwischen Anfang 2021 und Ende März dieses Jahres beim Bundesverwaltungsamt insgesamt 101.180 Anträge auf Wiedergutmachungseinbürgerung gestellt. 52.180 Menschen erhielten in diesem Zeitraum die deutsche Staatsangehörigkeit.