Bei einem gemeinsamen Angriff von Dschihadisten und Tuareg-Separatisten auf einen Militärkonvoi im Norden Malis sind im Juli nach offiziellen Angaben mehr als 50 Soldaten und Angehörige verbündeter Milizen getötet worden.
Der Angriff ereignete sich Berichten zufolge im Norden des westafrikanischen Sahel-Staates. Nach den vorliegenden Informationen schlugen bewaffnete Gruppen – darunter Dschihadisten und Tuareg-Separatisten – gemeinsam gegen den Militärkonvoi vor. Bei den Getöteten handelt es sich um reguläre Soldaten der malischen Streitkräfte sowie um Mitglieder verbündeter Milizen, die die Armee in der Region unterstützen.
Der Vorfall verdeutlicht die anhaltende Instabilität im Norden Malis, wo verschiedene bewaffnete Akteure seit Jahren operieren. Neben dschihadistischen Gruppen, die dem internationalen Terrornetzwerk al-Kaida nahestehen, sind in der Region tuaregische Separatisten aktiv, die für eine Eigenstaatlichkeit oder weitgehende Autonomie kämpfen. In der Vergangenheit hatten beide Seiten teils unabhängig, teils koordiniert gegen die malische Armee und deren Verbündete agiert.
