Berlin, 13 Juni 2026

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach Angaben des Bundesinnenministeriums mehr als 2.560 Straftaten gegen obdachlose Menschen erfasst; die Linken-Bundestagsabgeordnete Sahra Mirow sprach von einer beispiellosen Gewalteskalation.

Aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei geht hervor, dass im vergangenen Jahr 2.563 Vorfälle gemeldet wurden. Das waren 17 Prozent mehr als im Jahr davor. In den beiden Vorjahren waren es demnach je knapp 2.200 Fälle. Zunächst hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet; die Antworten des Ministeriums liegen auch dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor.

Mit fast 600 Fällen wurden obdachlose Menschen am häufigsten in Berlin zu Opfern, gefolgt von Bayern mit 492 Straftaten. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 310 gemeldete Vorfälle. Damit zählt das bevölkerungsreichste Bundesland zwar zu den am stärksten betroffenen Ländern, liegt in der Statistik aber hinter Berlin und Bayern.