Sieghartskirchen, Niederösterreich, 16. April 2026

Ein Mann hat am Donnerstag in Sieghartskirchen im Bezirk Tulln laut Polizeiangaben seine Ehefrau und anschließend sich selbst getötet. Das Paar, beide über 80 Jahre alt und pflegebedürftig, wurde am Morgen tot aufgefunden.

Tatablauf und Ermittlungen

Die Tat ereignete sich in dem kleinen Ort im niederösterreichischen Bezirk Tulln. Der Mann soll eine legal erworbene Schusswaffe verwendet haben, um seine Frau und sich selbst zu erschießen. Die genauen Umstände der Tat werden derzeit vom Landeskriminalamt Niederösterreich untersucht.

Laut den Ermittlern handelt es sich um einen Fall von erweiterter Selbsttötung, bei dem der Täter vor dem Suizid eine nahestehende Person tötet. Solche Fälle sind in Österreich zwar selten, kommen jedoch vor allem bei älteren Paaren mit gesundheitlichen Problemen vor. Die Behörden gehen davon aus, dass die Pflegebedürftigkeit des Paares eine Rolle gespielt haben könnte.

Hintergrund und Reaktionen

Das Ehepaar lebte seit Jahren in Sieghartskirchen und war in der Gemeinde bekannt. Nachbarn beschrieben die beiden als ruhig und zurückgezogen. Die plötzliche Tat hat die kleine Ortschaft erschüttert. "Wir sind alle fassungslos", sagte ein Anwohner, der anonym bleiben wollte.

Die Polizei betont, dass der Fall keine weiteren Gefahren für die Öffentlichkeit darstellt. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die genauen Beweggründe des Mannes und die Frage, ob es im Vorfeld Anzeichen für eine mögliche Eskalation gab. Das Landeskriminalamt Niederösterreich wird in den kommenden Tagen weitere Details bekannt geben.